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Streik bei Iberia: Auch in Frankfurt fallen Flüge aus

Gegen Stellenstreichungen und Lohnkürzungen: Fünf Tage lang wollen Mitarbeiter der spanischen Fluggesellschaft Iberia streiken. 70.000 Passagiere sind betroffen, rund 1200 Flüge werden ausfallen.

Im Kampf gegen den Abbau von Arbeitsplätzen und Lohnkürzungen wollen die Mitarbeiter der spanischen Fluggesellschaft Iberia bis Freitag in einen fünftägigen Streik treten. 70.000 Passagiere sind nach Angaben der Airline von dem Ausstand betroffen. Iberia sagte 415 Flüge ab, doch insgesamt werden rund 1200 Flüge ausfallen, da an den spanischen Flughäfen durch den Streik nicht genügend Servicepersonal zur Verfügung steht.

Die angekündigte Streikwelle führt ab heute auch zur Streichung einiger Flüge an Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt. Iberia Express habe vorerst die tägliche Abendverbindung Madrid-Frankfurt annulliert, sagte ein Sprecher des Rhein-Main-Airports. Die Lufthansa kündigte an, zunächst je einen täglichen Flug von Frankfurt nach Bilbao und einen Flug von München nach Bilbao zu streichen. Dort kümmert sich Iberia-Personal auch um die Abfertigung der Kranich-Linie. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, Betroffene könnten kostenlos umbuchen. Passagiere sollten sich im Vorhinein informieren.

Bereits zwei weitere Streiks geplant

Verkehrsministerin Ana Pastor warnte vergangene Woche, dass auch erheblicher Schaden für die ohnehin angeschlagene Wirtschaft des schuldengeplagten Landes entstehen könne. Sie forderte das Management und die Gewerkschaften deshalb auf, dringend eine Einigung zu erzielen. Zwei weitere fünftägige Streiks sind angekündigt.

Die Fluggesellschaft, die rote Zahlen schreibt, plant den Abbau von rund 3800 der insgesamt 20.000 Arbeitsplätze sowie Kürzungen beim Gehalt der Mitarbeiter. Iberia fusionierte 2011 mit der profitablen British Airways zur International Airlines Group. Bis Ende März soll noch an zehn weiteren Tagen gestreikt werden.

nw/Reuters/DPA / DPA / Reuters