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Geplanter Megadeal: Warum T-Mobile-Manager ständig im Trump-Hotel absteigen

Einst schimpfte der US-Chef von T-Mobile öffentlich über Trumps Hotels. Heute sind John Legere und sein Top-Management Stammgäste und loben den tollen Service. Weil T-Mobile für eine geplante Mega-Fusion die Zustimmung der Trump-Regierung braucht, gibt es daran Kritik.

Trump International Hote

Das Trump International Hotel in Washington

AFP

Es ist nicht allzu lang her, da war T-Mobile US-Chef John Legere auf Donald Trumps Hotelkette noch überhaupt nicht gut zu sprechen. "Ich werde Ihr Hotel selbstverständlich sofort verlassen", twitterte Legere im April 2015 voller Empörung, nachdem Trump den Service von T-Mobile öffentlich als "schrecklich" bezeichnet hatte. Wenig später legte er nach: "Ich bin so froh, nicht in einem Hotel aufzuwachen, wo alles mit 'Trump' gelabelt ist."

Die Tweets sind heute verschwunden, aber die "Washington Post" hat sie aus aktuellem Anlass wieder ausgegraben. Denn auf wundersame Weise hat sich Legeres Meinung zu Trump-Hotels mittlerweile um 180 Grad gedreht. Das "International Trump Hotel" ist nicht nur zur Washingtoner Lieblingsabsteige für Legere, sondern auch für das gesamte Top-Management seines Konzerns aufgestiegen.

Man muss nicht Sherlock Holmes sein, um zu folgern, dass dies mit zwei Dingen zu tun haben könnte. Erstens: Donald Trump ist mittlerweile US-Präsident. Zweitens: T-Mobile US würde furchtbar gerne mit dem Konkurrenten Sprint fusionieren - und für den geplanten Megadeal braucht man die Zustimmung der Trump-Regierung.

T-Mobile will Milliardenfusion mit Sprint

Im April 2018 gab T-Mobile, die Nummer drei auf dem US-Mobilfunkmarkt, bekannt, mit der Nummer vier Sprint fusionieren zu wollen. Ein Deal mit einem Volumen von 26 Milliarden Dollar und ohne die Zustimmung der Behörden nicht möglich. 2014 hatten die beiden Telekommunikationsschwergewichte schon einmal versucht, zu fusionieren, waren aber am Veto der Behörden gescheitert.

Damit dies nicht noch einmal passiert, müssen die T-Mobile-Leute nun in Washington auf gut Wetter machen. Nur einen Tag nach Bekanntgabe des erneuten Fusions-Vorhabens (und ziemlich genau drei Jahre, nachdem Legere wutentbrannt aus einem Trump-Hotel gestürmt war) buchten sich neun T-Mobile-Topmanager als VIP-Gäste im Washingtoner Trump International Hotel ein. Unter ihnen, so berichtet es die Washington Post, waren der Chef des operativen Geschäfts, der Technologie-Chef, der Strategie-Chef, der Finanzchef und CEO John Legere höchstpersönlich. Das geht aus VIP-Gästelisten des Hotels hervor, die die Washington Post eingesehen hat. Gebucht waren drei Tage, ein Zimmer in dem Luxus-Hotel kostet mehr als 300 Dollar pro Nacht.

Es blieb nicht der einzige Besuch der T-Mobile-Entourage in der feinen Trump-Adresse. Weitere Hoteldokumente für etwa ein Dutzend Tage im Jahr 2018 belegten mindestens 38 Übernachtungen von T-Mobile-Managern im Trump-Hotel, berichtet die Zeitung. Da die Daten unvollständig seien, könnte die Zahl noch höher sein. Einer der T-Mobile-Manager habe allein in den sieben Wochen nach Bekanntgabe der Fusionspläne zehn Mal im Trump-Hotel eingecheckt. CEO Legere habe dem Hotel mindestens vier Besuche abgestattet.

Vermischung von Politik und Business

Die Hotelbesuche machten einmal mehr ein Problem deutlich, dass Kritiker schon länger bei Trumps Präsidentschaft sehen, schreibt die Post. Firmen, Interessengruppen, aber auch andere Länder könnten in der Unterstützung von Trumps Privatfirmen einen Weg sehen, politische Entscheidungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen - auch wenn die Firmen derzeit offiziell von Trumps Söhnen Eric und Donald Jr. geführt werden. Ein großes Thema sind etwa die Geschäftsbeziehungen zwischen Trumps Firmenimperium und den Herrschern aus Saudi-Arabien. Auch hier sorgten im vergangenen Jahr die regelmäßigen Besuche von Saudis in verschiedenen Trump-Hotels für Diskussionen.

T-Mobile weist offiziell jeglichen Versuch der politischen Einflussnahme durch die Hotelauswahl zurück und auch Eric Trump versicherte der Post, das Hotel spiele "absolut keine Rolle in der Politik". In der vergangenen Woche entdeckte ein Reporter der Post den T-Mobile-Chef Legere erneut in der Lobby des Trump-Hotels in Washington und stellte ihn persönlich zur Rede. Legere erklärte, er erhoffe sich durch seine Hotelwahl keineswegs eine bevorzugte Behandlung durch die Politik. Er bevorzuge das Trump-Hotel wegen seines ausgezeichneten Services und der guten Sicherheitsmaßnahmen. "Es ist ein Ort geworden, an dem ich mich sehr wohl fühle." Die Nähe zum Justizministerium, das die Fusion durchwinken muss, sei sehr praktisch.

Auch nachdem die Washington Post ihre Recherchen über die regelmäßigen Besuche im Hotel öffentlich gemacht hatte, zeigte sich Legere überrascht über die Aufregung. "Wow, eine Menge Aufregung darüber, wo ich in DC übernachte", schrieb er auf Twitter. Er respektiere den Prozess für die ordnungsgemäße Fusion voll und ganz. "Ich vertraue darauf, dass die Regulatoren ihre Entscheidung auf Basis der Vorteile für die USA treffen und nicht auf Grundlage von Hotel-Vorlieben." 

Video: Burger im Weißen Haus
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.