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Fragen und Antworten: Der Traum von 5G: Mobiles Internet bleibt ein Knackpunkt

Das 5G-Internet ist bisher nur eine Vision in Deutschland. Das mobile Internet weist derzeit viele Probleme auf. Verbraucher beklagen sich immer noch über Lücken im bestehenden Netz.

Ausbaufähiges 5G Netz

Die Vision vom 5G-Internet ist da, das Vorgängernetz ist jedoch ausbaufähig

Picture Alliance

Wie verbreitet sind Funklöcher in Deutschland?           

Die gute Nachricht zuerst: Echte weiße Flecken sind auf den deutschen Netzkarten der drei großen Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und Telefónica inzwischen selten - und befinden sich meist in abgelegeneren, ländlichen Gebieten wie Naturschutzgebieten. In Großstädten beträgt die Abdeckung mit schnellem mobilem Internet in der Regel nahezu 100 Prozent.    

Doch wer nun überall unterwegs schnellen LTE-Empfang erwartet, wird enttäuscht: Beim entsprechenden 4G-Netz hapert es bei allen Unternehmen noch an der einen oder anderen Stelle. Lücken zeigen sich bei allen Betreibern beispielsweise im Schwarzwald, in den Mittelgebirgen und im Voralpenland. In verschiedenen Studien zur 4G-Abdeckung in den letzten Jahren belegte Deutschland europaweit einen der hinteren Plätze.         

Kommen die Unternehmen ihren Auflagen nach?

Die Mobilfunkanbieter hatten sich 2018 bereit erklärt, die Lücken in der Mobilfunkversorgung bis ins Jahr 2021 weitgehend zu schließen. Darüber hinaus mussten sie bis Ende 2019 eigentlich auch Versorgungsauflagen für schnelles Internet erfüllen: Bundesweit sollten demnach 98 Prozent sowie in jedem Bundesland mindestens 97 Prozent der Haushalte mit mobilem Internet mit einer Datenrate von 50 Megabit pro Sekunde versorgt sein.    

Das entspricht noch nicht der theoretischen Geschwindigkeitsgrenze im 4G-Netz - dennoch teilte die Bundesnetzagentur im Mai dieses Jahres mit, das Anfang 2020 noch kein Anbieter die Auflagen voll erfüllen konnte. Die Telekom und Vodafone erreichten demnach aber immerhin im Bundesschnitt die geforderte Netzabdeckung und lagen in keinem Bundesland bei weniger als 95 Prozent.    

Telefónica dagegen versorgte in vielen Bundesländern nur etwa 80 Prozent der Fläche mit schnellem Internet, in Brandenburg betrug die Abdeckungsrate nur 62,6 Prozent. "Das Unternehmen geht allerdings davon aus, dass es die Auflagen bis zum Ende dieses Jahres erfüllen wird", erklärte die Netzagentur. Insbesondere bei Autobahnen und Zugstrecken, die ebenfalls Teil der Auflagen waren, hätten indes alle Unternehmen noch von Ausbauhindernissen wie fehlenden Grundstücken und langwierigen Genehmigungsverfahren für ihre Funkmasten berichtet.     

Welche neuen Verpflichtungen gibt es?    

Es gilt, diese Hindernisse schnellstmöglich zu beseitigen, denn im Rahmen der Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen für den zukünftigen Netzstandard 5G im Sommer 2019 schraubte die Bundesnetzagentur die Anforderungen an die etablierten Anbieter weiter nach oben.    

Unter anderem wurde die geforderte Datenrate für das Jahr 2022 auf 100 Megabit verdoppelt; sie gilt dann auch für alle Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen und Schienenwege. Bis Ende 2022 sollen laut Netzagentur und Bundesverkehrsministerium auch die ersten 1000 sogenannten 5G-Basisstationen in Deutschland stehen und Gespräche über weitere Verpflichtungen beginnen.  

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Was bringt 5G den Verbrauchern?       

Auf absehbare Zeit: nicht viel. Der Zukunftsstandard soll zunächst in erster Linie der Industrie zugute kommen und die Übertragung extrem großer Datenmengen ermöglichen, die Verbraucher gar nicht benötigen.    

"Für den 'normalen Nutzer', der mobil telefonieren und surfen will", reiche die Qualität des LTE-Netzes (4G) auch weiterhin völlig aus, betont das Verkehrsministerium. Doch bevor dieses Netz beispielsweise auch an Verkehrswegen lückenlos ist, scheint gleichzeitig auch der nächste Schritt in Sachen Digitalisierung kaum machbar: Es sei "das Fundament dafür, dass die Mobilfunknetze flexibel auf 5G erweitert werden können".

deb / AFP
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