HOME

TELEKOMMUNIKATION: Quam mischt Handy-Markt auf

Der neue Mobilfunkanbieter will mit seinem Marktstart diesen Donnerstag den Preiskampf anheizen: abends soll die Gesprächsminute nur 29 Pfennig kosten.

Der neue Mobilfunkanbieter Quam wird mit sieben verschiedenen Tarifen antreten, außerdem werden an diesem Donnerstag zugleich die ersten Geschäfte in verschiedenen deutschen Städten eröffnet. Quam ist die Marke des spanisch-finnischen Konsortiums Group3G, die im August 2000 neben D1, D2 Vodafone, E-Plus, Viag Interkom und Mobilcom für mehr als 16 Milliarden DM eine UMTS-Lizenz ersteigert hatte. Quam nutzt zunächst das GSM-Handynetz von E-Plus.

Start mit Kampfpreisen

Spätestens im Jahr 2003 will das Unternehmen mit Angeboten für den neuen Mobilfunkstandard UMTS starten. In dem hart umkämpften Mobilfunkmarkt Deutschlands will sich Quam vor allem über die Preise behaupten. So müssen Kunden nach Angaben des Unternehmens für eine Gesprächsminute in dem Privatkundentarif »Quam 2Star« tagsüber 96 Pfennig pro Minute und abends 29 Pfennig pro Minute bezahlen. Die monatliche Grundgebühr beträgt in diesem Tarif 19,46 DM (9,95 Euro). Bei den Konkurrenten D1 und D2 kostet die Minute in einem vergleichbaren Tarif bei einer Grundgebühr von 24,95 DM tagsüber 99 Pfennig und abends 39 Pfennig. Allerdings gibt es bei allen Anbietern noch verschiedene Wahlmöglichkeiten, so dass ein Tarifvergleich für die Verbraucher schwer ist.

Innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre will Quam einen Marktanteil von mehr als zehn Prozent erreichen. Bis Mitte nächsten Jahres soll die Zahl der Beschäftigten von derzeit rund 550 fast verdoppelt werden. An dem Group 3G-Konsortium sind die spanische Telefonica Moviles zu 57,2 und die finnische Sonera zu 42,8 Prozent beteiligt. Mitte September hatten sich E-Plus und die Group 3G als erste Anbieter auf eine UMTS-Netzkooperation geeinigt.

Themen in diesem Artikel