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Hamburger Modelabel: Modekette Tom Tailor soll chinesisch werden

Der chinesische Fosun-Konzern will die angeschlagene Hamburger Modekette Tom Tailor komplett übernehmen. Ein Drittel der Aktien besitzen die Chinesen schon jetzt.

Die Modekette Tom Tailor braucht Geld

Die Modekette Tom Tailor braucht Geld

DPA

Die angeschlagene Bekleidungskette Tom Tailor soll komplett chinesisch werden. Der Großaktionär Fosun aus China will das Hamburger Unternehmen zu einer Bewertung von rund 96 Millionen Euro übernehmen. Den Tom-Tailor-Aktionären werden 2,26 Euro je Aktie geboten, teilte das Unternehmen am frühen Dienstagmorgen mit. Die Offerte liegt damit knapp fünf Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag.

Kurz vor der Ankündigung einer Übernahmeofferte hatte Tom Tailor bereits bekannt gegeben, dass Fosun seinen Anteil über die Ausgabe neuer Aktien von knapp 29 Prozent auf gut 35 Prozent erhöht hatte. Dafür mussten die Chinesen knapp neun Millionen Euro auf den Tisch legen. Sollten alle Aktionäre ihre Anteile im Rahmen der Übernahmeofferte anbieten, müsste Fosun weitere etwas mehr als 60 Millionen Euro zahlen.

Tom Tailor kämpfte zuletzt mit einer Reihe von Problemen und steckte vor allem wegen der Marke Bonita tief in den roten Zahlen. Fosun ist seit 2014 an Tom Tailor beteiligt.

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Knorr

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Gewürzmischungen und Salatsoßen von Knorr sind seit 2000 Teil von Unilever, deutsche Knorr-Standorte gibt es aber noch in Auerbach (Sachsen) und Heilbronn (Baden-Württemberg).

bak / DPA
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