Tourismusbranche Einbußen durch kurze Ferien


Die Verkürzung der Ferienperiode sorgt in der Reisebranche für lange Gesichter. Mit jedem Ferientag weniger gehen eine Millionen Übernachtungen verloren, klagt der Tourismus-Verband.

Die deutsche Tourismus-Wirtschaft rechnet wegen der verkürzten Ferienperiode in diesem Sommer mit Einbußen von mehr als einer halben Milliarde Euro. Das sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Tourismus-Verbandes, Dirk Dunkelberg, in einem Gespräch mit der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'. Für jeden Ferientag weniger sei ein Verlust von einer Million Übernachtungen zu erwarten.

Bei durchschnittlichen Ausgaben der Urlauber von 70 Euro pro Tag drohe nun ein Minus für die Touristikwirtschaft von etwa 500 Millionen Euro, weil die Ferienperiode im Schnitt um 7,7 auf 76,3 Tage reduziert worden sei. "Es zeichnet sich ab, dass sich unsere Befürchtungen voll bestätigen", sagte Dunkelberg unter Hinweis auf Erkenntnisse aus den Urlaubsregionen.

"Wir haben lange und vergeblich vor dieser Entwicklung gewarnt", sagte Dunkelberg. Er beklagte, dass sich die Länder nach den massiven Protesten lediglich dazu durchringen konnten, den Ferienzeitraum ab 2005 auf 83 Tage zu verlängern.


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