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Twitter-Reaktionen auf GDL-Streik "Trainstopping" - ist das ein Film von Claus Weselsky?


Am Wochenende legen die Lokführer erneut den Bahnverkehr lahm. Viele Reisende schimpfen in den sozialen Netzwerken - und machen dabei verdammt gute Witze über die GDL und ihren Chef.

Seit die Lokführergewerkschaft GDL am Freitagmorgen verkündet hat, am Wochenende den gesamten Zugverkehr zu bestreiken, kippt die Stimmung. Viele konnten den Arbeitskampf der Gewerkschaft bislang nachvollziehen, doch den rund 50 Stunden dauernden Ausstand an einem Wochenende, an dem in sieben Bundesländern die Ferien beginnen, können viele nicht mehr verstehen und machen ihrer Wut bei Twitter und Facebook Luft. Sie schimpfen, spotten und scherzen.

Besonders beliebt: Vergleiche, um die aktuellen Beliebtheitswerte der Gewerkschaft und ihres Anführers Claus Weselsky zu verdeutlichen, neue Jobvorschläge für Weselsky, die sein offensichtliches Machtbedürfnis befriedigen könnten oder kreative Umdeutungen der Abkürzung GDL à la Hans Sarpei ("Mein Name ist Hans Sarpei. Das L steht für Gefahr"). So bekommt die Gewerkschaft Deutscher Lokführer neue Namensbestandteile: "Das V steht für Verständnis" oder "Das A steht für Augenmaß."

Unter dem Hashtag #Lokfuehrerfilme ist ein Wettkampf um die lustigsten Wortspiele mit Filmtiteln entbrannt: "ICE Age", "Lost in Trainstation" oder schlicht "Trainstopping". Wer also keinen anderen Weg findet, den Lokführern ein Schnippchen zu schlagen, kann sich zumindest mit dem Smartphone in der Hand niederlassen und darüber schmunzeln, wie wortgewaltig sich andere in 160 Zeichen ärgern können.

So realitätsfern twittert selbst die GDL nicht - hier erlaubt sich ein inoffizieller Account einen Scherz im Namen der Gewerkschaft. Auch für GDL-Chef Claus Weselsky gibt es schon einen falschen Account, mit einer Spielzeugeisenbahn und der Selbstbeschreibung "Die Eisenbahn bin ich. Hier streikt der Chef noch persönlich!"

haw

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