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Urteil: Siemens-Manager wegen Korruption verurteilt

Im ersten Prozess zu den Korruptionsaffären bei Siemens sind zwei ehemalige Manager des Konzerns zu Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt worden. Zudem soll Siemens 38 Millionen Euro an die Staatskasse zahlen.

Im bundesweit ersten Prozess um den Korruptionsskandal bei Siemens sind die beiden Angeklagten vor dem Landgericht Darmstadt zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Der ehemalige Bereichsvorstand Andreas K. wurde wegen Bestechung von Managern des italienischen Stromkonzerns Enel und Untreue zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der frühere Berater Horst V. erhielt wegen Beihilfe zur Bestechung eine Strafe von neun Monaten auf Bewährung. Beim Siemens-Konzern wird ein Gewinn aus dem Geschäft mit Enel in Höhe von 38 Millionen Euro abgeschöpft. Die Staatsanwaltschaft hatte für die beiden Angeklagten Freiheitsstrafen von dreieinhalb beziehungsweise eineinhalb Jahren gefordert.

Siemens will gegen die ausgesprochene Strafzahlung Revision einlegen. Das kündigte das Münchner Unternehmen an.

AP/DPA / AP / DPA