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Verbraucherschutz: EU verbannt Olivenöl-Kännchen aus Restaurants

Neuer Höhepunkt der EU-Regelungswut: Ab 2014 darf in Restaurants kein offenes Olivenöl mehr auf den Tischen stehen. Verbraucher sollen so vor Panschereien geschützt werden.

In den Restaurants der EU-Staaten darf künftig kein offenes Olivenöl mehr auf den Tischen stehen. Ein entsprechendes Verbot der EU-Kommission soll vom 1. Januar 2014 gelten, sagte ein Sprecher der Kommission. Offene Karaffen mit Olivenöl seien dann streng verboten: Olivenöl müsse stets in einem "besonders verschlossenen und nicht wieder auffüllbaren Gefäß" auf dem Tisch stehen.

Während der Kommissionssprecher von einer "guten Nachricht für die Verbraucher" sprach, kam deutliche Kritik aus dem deutschen Verbraucherministerium. "Deutschland hatte aus guten Gründen gegen die Pläne der EU-Kommission gestimmt", sagte ein Sprecher. Es sei zu befürchten, dass die Regelung vor allem zu mehr Abfall von Lebensmitteln und von Verpackungen führen werde.

Essig und Hauswein vorerst nicht betroffen

Die Kommission sei von einer Mehrheit der Mitgliedstaaten gebeten worden, sich mit den offenen Olivenölfläschchen oder -karaffen zu befassen und diese Frage zu regeln, sagte der Sprecher der EU-Behörde. Er sagte nicht, um welche Länder es sich handelt. Restaurantbesucher könnten jedoch ab Jahreswechsel endlich sicher sein, dass in der Flasche auch tatsächlich das Olivenöl sei, welches auf dem Etikett versprochen werde.

Die Frage, ob nach dem Olivenöl auch eine Verordnung über Essig, ein Verbot des in vielen Lokalen stets offen servierten Hausweins oder eine Initiative zur Kennzeichnung von Salz und Pfeffer zu erwarten sei, wurde nicht konkret beantwortet. "Es geht vor allem um Olivenöl mit einer möglichen Ausweitung auf andere Sachen", sagte der Sprecher.

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kng/DPA / DPA
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