Verdi-Streik Lufthansa muss massiv Flüge streichen


Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes am Mittwoch auch mehrere Flughäfen bestreiken. Die Deutsche Lufthana streicht deshalb vorsorglich 142 Flüge ab Frankfurt. Die Warnstreiks betreffen weite Teile des Öffentlichen Dienstes.

Im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes weiten die Gewerkschaften ihre Warnstreiks auch auf die Flughäfen aus. Die Lufthansa streicht deshalb 142 Flüge ab Frankfurt.

Wie das Unternehmen in Frankfurt am Main mitteilte, werden davon insbesondere innerdeutsche Verbindungen betroffen sein. Die interkontinentalen Lufthansa-Flüge sollen dagegen am Mittwochvormittag wie geplant durchgeführt werden. Innerdeutsch reisende Fluggäste, deren Flüge am Mittwochmorgen gestrichen werden, werden gebeten, die Züge der Deutschen Bahn zu nutzen. Etix-Reisende werden gebeten, ihre elektronischen Tickets an einem Lufthansa-Schalter in Reisevoucher umwandeln zu lassen.

Warnstreiks auch im Nahverkehr

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die Tarifunion des Beamtenbundes dbb und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) riefen am Dienstag die Beschäftigten an mehreren Flughäfen auf, vom frühen Mittwochmorgen an die Arbeit vorübergehend niederzulegen. Auch in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Verwaltungen, im Nahverkehr und bei der Müllabfuhr soll es wieder Warnstreiks geben.

"Auch die Beschäftigten an den Flughäfen sind empört über das Minusangebot", sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske. Sie hätten die Arbeitgeber durchschaut und seien nicht bereit, ein Tarifergebnis aus der eigenen Tasche vorzufinanzieren. Mit den Warnstreiks solle der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden.

Acht Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaften fordern acht Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro. Nach den Vorstellungen der Arbeitgeber sollen die 1,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen auf das Jahr 2008 gerechnet eine Einkommenserhöhung von 2,5 Prozent, für 2009 von nur noch.0,41 Prozent erhalten. "Das gleicht nicht mal die Preissteigerungsrate aus", sagte Bsirske.

"Auch die Beschäftigten an den Flughäfen sind empört über das Minusangebot", sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske. Sie hätten die Arbeitgeber durchschaut und seien nicht bereit, ein Tarifergebnis aus der eigenen Tasche vorzufinanzieren. Mit den Warnstreiks solle der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden.

AP/DPA/nic AP DPA

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