Verhandlungen mit Golfstaat Katar Scheichs erwägen Einstieg bei Porsche


Ruf in die Wüste: Der hochverschuldete Porsche-Konzern hat "konkrete Verhandlungen" mit dem Golfstaat Katar um eine Beteiligung am Sportwagenbauer bestätigt. Angeblich will Katar rund ein Viertel der Anteile am Stuttgarter Unternehmen kaufen. Doch Porsche sucht auch auf anderen Kanälen nach Geld.

Der Einstieg des Golfstaats Katar beim hoch verschuldeten Sportwagenbauer Porsche rückt näher. "Es gibt konkrete Verhandlungen mit Katar", sagte ein Porsche-Sprecher am Dienstag in Stuttgart. "Und wir sprechen nur mit Katar." Die Verhandlungen liefen in guter Atmosphäre. Es gebe aber noch keine Zusage. In welcher Form sich der potenzielle Investor an Porsche beteiligen werde, sei ebenfalls noch nicht geklärt.

Vor einigen Wochen hatte Porsche nach eigenen Angaben noch mit mehreren Interessenten gesprochen, um aus der Finanzklemme zu kommen. Der Sportwagenbauer sitzt seit dem Einstieg bei Volkswagen auf einem Schuldenberg von neun Milliarden Euro. Unternehmenskreisen zufolge verhandelt Porsche mit dem staatlichen Investmentfonds Qatar Investment Authority (QIA) über einen Einstieg im Zuge einer Kapitalerhöhung in Stammaktien bei Porsche sowie alternativ über den Verkauf von Optionen auf VW-Aktien. Spekuliert wird, dass Katar rund ein Viertel der Anteile an den Stuttgartern kaufen könnte.

Zugleich bemüht sich Porsche bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) um einen Betriebsmittelkredit in Höhe von 1,75 Milliarden Euro. Dazu sagte der Porsche-Sprecher, falls die KfW den Antrag ablehnen sollte, würde sich Porsche um Alternativen bemühen. Worin die Alternativen bestehen, ließ er offen.

DPA/Reuters DPA Reuters

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