HOME

Verkehr: Weiter Streit um «Schönes-Wochenende-Ticket»

Der Streit um die geplante Preiserhöhung des günstigen «Schönes-Wochenende-Ticket» geht weiter. Die Deutsche Bahn legte Widerspruch gegen einen ablehnenden Bescheid ein.

Der Streit um die geplante Preiserhöhung des günstigen «Schönes-Wochenende-Ticket» geht weiter. Die Deutsche Bahn legte beim Regierungspräsidium Darmstadt als Koordinierungs- Stelle der Länder Widerspruch gegen einen ablehnenden Bescheid ein. Die Einwände Bayerns und Mecklenburg-Vorpommerns seien rechtswidrig, sagte eine Bahnsprecherin am Freitag in Frankfurt. Da die Zeit für eine Preisumstellung knapp werde, könnten die alten Konditionen bis 14. Juni notfalls weiter gelten. Die Bahn will den Preis beim Kauf am Schalter und im Reisebüro eigentlich zum 1. April von 28 auf 30 Euro erhöhen. Per Internet und Automat soll es bei 28 Euro bleiben.

Alle 16 Bundesländer müssen zustimmen

Zum Widerspruch der Bahn würden Bayern und Mecklenburg-Vorpommern nun um Stellungnahmen gebeten, teilte das Regierungspräsidium mit. Fristen gebe es nicht. Einer Preiserhöhung müssen alle 16 Länder zustimmen. Gegen die Bahnpläne war aber bereits vorige Woche Kritik laut geworden. Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) hatte moniert, es drohe eine Diskriminierung bestimmter Kundengruppen. Nicht alle hätten Zugang zum Internet oder könnten Automaten bedienen.

Eigentlich als Entlastung gedacht

Mit dem «Schönes-Wochenende-Ticket» können fünf Fahrgäste samstags und sonntags gemeinsam zum Pauschalpreis quer durch Deutschland reisen - allerdings nicht mit allen Zügen. Mit der teilweisen Preis-Erhöhung sollen Fahrkartenschalter entlastet werden. Erst im vergangenen Jahr wurde das Ticket sieben Euro teurer.