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Vorzeitiger Abgang bei Bilfinger: Roland Koch scheitert am eigenen Ehrgeiz

Er wollte zu viel auf einmal: Roland Koch ist bei Bilfinger über die eigenen Erwartungen gestolpert. Der Aufsichtsrat möchte jetzt Ruhe reinbringen. Dafür war Koch nicht der richtige Mann.

Am Ende waren sein eigener Ehrgeiz, an denen Roland Koch scheiterte. Schon in der Politik hatte er oft wie ein Manager agiert. Das ganz hohe Amt war dem früheren hessischen Ministerpräsidenten dort versagt geblieben, als Vorstandschef des Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger wollte Koch zu viel in zu kurzer Zeit erreichen - und muss sich #link;http://www.stern.de/wirtschaft/news/baukonzern-bilfinger-roland-koch-raeumt-vorstandsposten-vorzeitig-2128713.html;nun geschlagen geben#. Seine Strategie der hohen Ziele ging nicht auf. Den Ausschlag gaben schließlich zwei Gewinnwarnungen innerhalb kurzer Zeit.

Dass Kochs Vorstellungen unrealistisch waren, blieb dem Aufsichtsrat nicht verborgen. "Wir haben die Ziele immer als sehr ambitioniert wahrgenommen", sagt Chefaufseher Bernhard Walter am Tag nach der Ankündigung des Rücktritts. "Die Ziele sind ja nicht vom Aufsichtsrat vorgegeben, sondern sind von ihm selbst gesteckt worden."

Ehrgeiz an sich ist kein neuer Zug an Koch. Bereits in seiner Zeit als CDU-Politiker hieß es über ihn, er habe "auf Kanzler studiert". Allerdings ließ ihn Angela Merkel nie an sich vorbeiziehen. Prompt kommt denn auch eine entsprechende Reaktion aus seiner früheren politischen Heimat: "Es scheint so, als ob Roland Koch wieder einmal zu viel zu schnell erreichen wollte und damit falsche Entscheidungen getroffen hat", sagt der SPD-Fraktionschef im hessischen Landtag, Thorsten Schäfer-Gümbel.

Zum Teil bleibt der Entschluss ein Rätsel

Als Grund für seinen vorzeitigen Abgang bei Bilfinger nennt Koch neben den zwei Gewinnwarnungen in einer Erklärung auch Differenzen mit den Kontrolleuren. Er habe feststellen müssen, dass "wesentliche Teile des Aufsichtsrats und ich bei der Beurteilung der unmittelbaren nächsten notwendigen Maßnahmen nicht ausreichend übereinstimmen".

Aufsichtsratschef Walter hält sich dazu am Dienstag bedeckt. Er wisse wirklich nicht, was Koch damit meine, beteuert er. Schließlich habe man ja bei den strategischen Zielen übereingestimmt. "Wir waren nie auseinander, was die kurzfristigen und langfristigen einzuleitenden Maßnahmen betrifft." Zum Teil bleibt der Entschluss also ein Rätsel.

Koch lässt bei Bilfinger seit Monaten kaum einen Stein auf dem anderen. Er drückt die Kosten in vielen Bereichen, streicht Stellen und treibt die Zentralisierung voran. Selbst der traditionsreiche Tiefbau steht zum Verkauf. Kochs Strategie werde fortgesetzt, sie sei richtig gewesen, betont der Aufsichtsratschef - und ignoriert die recht verwunderten Mienen in der Journalistenrunde.

Bodner soll das Vertrauen wieder aufbauen

Schließlich findet Walter doch noch etwas deutlichere Worte: Natürlich werde die Stimmung im Aufsichtsrat angespannter, wenn Vereinbarungen mehrfach nicht eingehalten würden, sagt er. "Und bei fortgesetztem Verfehlen kippt die Stimmung in Richtung Vertrauensverlust, das ist ganz einfach."

Das geschwundene Vertrauen soll nun Kochs Vorgänger Herbert Bodner wieder aufbauen - übergangsweise, bis ein neuer Konzernchef gefunden ist. "Er muss Ruhe nach innen und außen schaffen", erklärt Walter. Ruhe schaffen, das schien Koch zuletzt jedenfalls fremd zu sein. Er wollte Wandel, um jeden Preis. Doch am Ende schien Preis zu hoch.

Christine Cornelius und Johannes Haller, DPA / DPA
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Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.