VW-Affäre Piëch im Visier der Staatsanwälte


In der VW-Affäre gerät nun auch Ferdinand Piëch ins Fadenkreuz der Ermittler. Zu der Frage, wer die "Sonderboni" an Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert genehmigt hat, soll wohl auch der Aufsichtsratsvorsitzende gehört werden, berichtet der stern.

Bei der Aufarbeitung der VW-Affäre gerät nach einem Bericht des stern der heutige Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch zunehmend in den Blick der Staatsanwälte. Es geht dabei um die Frage, wer die Vergabe der "Sonderboni" an Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert bewilligt hat. Nicht zuletzt mit diesen Zahlungen, die sich binnen zehn Jahren auf rund zwei Millionen Euro addierten, begründet die Staatsanwaltschaft ihre Anklage gegen den einstigen Personalvorstand Peter Hartz wegen Untreue und Begünstigung.

Hartz hatte in seiner Vernehmung die alleinige Verantwortung für die heimlichen Zahlungen übernommen, doch seine Aussage weist Ungereimtheiten auf. Nachdem der stern darüber berichtete, zweifelt nun auch die Staatsanwaltschaft, ob nur Hartz über die umstrittenen Sonderboni entschieden haben kann.

Aufklärung soll demnächst eine Vernehmung des einstigen VW-Vorstandes Jens Neumann bringen, der Mitglied im zuständigen Ausschuss für die Bezahlung von Führungskräften war. "Wir schließen aber auch nicht aus, dass wir noch einmal Ferdinand Piëch zu diesen Vorgängen befragen", sagte der Braunschweiger Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe dem Magazin.

Piëch hatte bei seiner Zeugenaussage im vergangenen März angegeben, sich nicht präzise an die Vorgänge um die Boni für Volkert erinnern zu können.

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