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Verdacht auf Untreue: Vatikanbank friert Konten ehemaliger Manager ein

60 Millionen Euro sollen zwei ehemalige Manager und ein Anwalt von der Vatikanbank veruntreut haben. Die Konten der drei wurden jetzt vorsichtshalber eingefroren.

Seit über einem Jahr gibt es bei der Vatikanbank interne Untersuchungen

Seit über einem Jahr gibt es bei der Vatikanbank interne Untersuchungen

Die Vatikanbank hat wegen Untreuevorwürfen die Konten von zwei früheren Managern und eines Rechtsanwalts einfrieren lassen. Wie die Bank am Samstag mitteilte, geht es um Vorgänge aus den Jahren 2001 und 2008, die bei im vergangenen Jahr gestarteten internen Kontrollen aufgefallen seien. Die Bank hat nach eigenen Angaben bereits vor einigen Monaten Anzeige gegen die drei Männer erstattet. Nun seien auch die Konten der Betroffenen eingefroren worden.

Die Vatikanbank wollte wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Einzelheiten nennen. Italienischen Medienberichten zufolge wird gegen den früheren Vatikanbank-Präsidenten Angelo Caloia, Ex-Generaldirektor Lelio Scaletti und den Anwalt Gabriele Liuzzo ermittelt. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, den Verdächtigen werde Untreue vorgeworfen. Laut Medienberichten sollen sie bei Immobiliengeschäften der Bank bis zu 60 Millionen Euro unterschlagen haben.

Die Vatikanbank steht seit Langem wegen mangelnder Transparenz und wegen zahlreicher Skandale in der Kritik. Im Juni vergangenen Jahres setzte Papst Franziskus eine Kommission ein, die das Verhalten der Bank untersuchen und Vorschläge für Reformen vorlegen soll. Unmittelbarer Anlass waren Geldwäscheermittlungen der italienischen Behörden.

ono/AFP / AFP
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