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Mit gerade einmal 27 Jahren: Trotz roter Zahlen: Snapchat-Chef Evan Spiegel hat 2017 mehr als eine halbe Milliarde verdient

Evan Spiegel ist CEO der Firma Snap Inc. die Snapchat betreibt. In einer Pflichtmitteilung des Unternehmens wurde bekannt, dass der 27-Jährige im Jahr 2017 insgesamt 638 Milliarden Dollar nur aus Börseneinnahmen verdiente.

Evan Spiegel auf einem Empfang

Snapchat-Gründer Evan Spiegel ist mit 27 Jahren ein sehr junger CEO und gehört doch schon zu den reichsten Menschen der Welt. 

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Um Snapchat und den Mutterkonzern Snap Inc. steht es wirtschaftlich eigentlich nicht so gut. Die Firma schreibt überwiegend rote Zahlen und kommt meist nicht gegen die von Facebook betriebene App Instagram an, die eine Art Vormachtstellung in der Branche besitzt.

Zuletzt gab es einen Aktieneinbruch, ausgelöst durch einen Tweet von Kylie Jenner, in dem sie quasi das Ende der Snapchat-Ära ausrief. Trotzdem erhielt CEO Evan Spiegel im vergangenen Jahr eine Gesamtvergütung von 638 Milliarden US-Dollar, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorging. Mehr als die bedeutendsten zehn Firmenchefs der Technologiebranche im Jahr 2016 zusammen verdienten. 

Evan Spiegel – Alles für Snapchat

Das eigentliche Jahresgehalt vom Snapchat-Gründer beläuft sich dabei auf "nur" 98.000 Dollar. Die Differenz zu den 638 Milliarden setzt sich hauptsächlich aus börsennotierten Einnahmen zusammen. Das Geld erhält der junge CEO gestaffelt bis 2020. Sein Gesamtvermögen wurde laut Forbes Liste auf 4,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Spiegel wurde 1990 in Kalifornien geboren und studierte später an der Stanford University Produktdesign und entwickelte Snapchat aus einem studentischen Projekt heraus. Um sich ganz auf Snapchat und dessen Leitung zu konzentrieren brach er sein Studium ohne Abschluss ab. 

Snapchat an der Börse

Snap Inc. ist seit vergangenem Jahr an der Börse und startete relativ verhalten. Medienwirksam wurden vor allem das bei vielen Nutzern als fehlgeschlagen eingestufte neue Design der App, das die Snap-Aktie steil sinken ließ. Nachdem der Aktienkurs zuletzt wieder nach oben tendierte, wendete sich das Blatt am Donnerstag wieder. Laut Analysten sei dafür auch der Unmut von Investoren über die hohe Vergütung Spiegels verantwortlich.

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fk