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Verkehr: Lkw-Maut in Österreich funktioniert reibungslos

Das elektronische Lkw-Maut-System auf Österreichs Autobahnen hat auch am seinem zweiten Tag reibungslos funktioniert - der Härtetest steht noch aus.

Das elektronische Lkw-Maut-System auf Österreichs Autobahnen hat auch am seinem zweiten Tag reibungslos funktioniert - allerdings bei zunächst geringer Belastung. "Zum Jubeln gibt es noch keinen Grund, weil der Härtetest erst ab 7. Januar bevorsteht", sagte der Sprecher der österreichischen Autobahngesellschaft Asfinag, Marc Zimmermann, am Freitag in Wien.

Härtetest kommt noch

Denn wegen der zahlreichen Feiertage und des bevorstehenden Wochenendes mit weitgehendem Lkw-Fahrverbot habe es bisher außer Reisebussen nur wenige Lastwagen auf den Autobahnen gegeben. Der Heilige-Drei-Könige-Tag (6. Januar) ist der letzte Feiertag. "Dann erwarten wir pro Tag rund zwei Millionen Maut-Transaktionen", berichtete Zimmermann weiter.

Die Kraft der Mikrowelle

Die Maut wird an 422 Abbuchungs- und Kontrollstellen auf den Autobahnen erfasst. Mit Antennen treten sie über Mikrowellen in Kontakt mit den vorüberfahrenden Lkw, die an ihrer Windschutzscheibe eine so genannte GO-Box in der Größe einer Zigarettenschachtel montiert haben müssen. An 100 Kontrollstellen bestimmt ein Laserscanner Geschwindigkeit, Länge und Bauart des Fahrzeuges. Von vorn und von hinten wird der Lkw fotografiert.

Einnahmen von 600 Millionen Euro

Die Maut beträgt im Schnitt 22 Cent pro Kilometer. Jährlich sollen die 100.000 österreichischen und 300 000 ausländischen Lkw und Busse dem Staat 600 Millionen Euro einbringen.

DPA
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