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Wechseln kann Hunderte Euro sparen: Diese Krankenkassen senken jetzt ihre Beiträge

"Finanztest" hat ermittelt: Mindestens 38 Krankenkassen senken 2015 die Beiträge. Andere könnten dagegen teurer werden. Versicherte können mehrere Hundert Euro sparen.

Einige Krankenkassen haben für 2015 Beitragssenkungen angekündigt, andere halten sich bis zuletzt bedeckt

Einige Krankenkassen haben für 2015 Beitragssenkungen angekündigt, andere halten sich bis zuletzt bedeckt

Zum Jahreswechsel sollten sich gesetzlich Krankenversicherte ganz genau anschauen, was ihre Kasse treibt. Der Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent ist zum 1. Januar nämlich genauso Geschichte wie der jetzige Sonderbeitrag von 0,9 Prozent. Stattdessen können die Krankenkassen über individuelle Beitragssätze um Kunden buhlen. Bis auf 14,6 Prozent dürfen die Kassen heruntergehen. Sie können den Beitrag gegenüber dem jetzigen Stand aber auch erhöhen.

Die Zeitschrift "Finanztest" hat bei allen Krankenkassen nachgefragt, wie hoch ihre Beiträge ab Januar sein werden. Das Ergebnis: Mindestens 38 Kassen senken zum Jahreswechsel die Beiträge. Einige wenige gehen sogar unter 15 Prozent: die AOK Plus und die AOK Sachsen-Anhalt, die BKK Euregio, die BKK MEM, Metzinger BKK und die BKK Faber-Castell. Die mitgliederstärkste Krankenkasse, die Techniker, liegt bei 15,4 Prozent. Die DAK verlangt 15,5 Prozent, die Barmer GEK hat sich noch nicht geäußert.

Viele Kassen halten sich noch bedeckt

Bei den 59 Kassen, die "Finanztest" ihre Zahlen nannten, reicht die Spanne von 14,6 bis 15,5 Prozent. Bis zum 31. Dezember müssen sich auch die übrigen Kassen erklären. Gut möglich, dass einzelne Anbieter auch den Beitrag erhöhen. In diesem Fall können Versicherte mit Frist von zwei Monaten zum Monatsende wechseln. Wer bis 31. Januar kündigt, kann also schon im April in einer neuen Kasse sein.

Dass sich wechseln lohnen kann, machen schon die bislang bekannt gewordenen Beitragsunterschiede deutlich, wie "Finanztest" vorrechnet: Ein Gutverdiener mit einem Bruttoeinkommen von 4125 Euro kann bis zu 446 Euro im Jahr sparen. Für jemanden, der 2000 Euro brutto verdient, liegt die Differenz bei 216 Euro im Jahr. Allerdings können Kassen, die jetzt den Beitrag senken, ihn auch jederzeit wieder erhöhen.

Ein Auge sollten Versicherte auch auf die Zusatzleistungen ihrer Kasse haben. Um sich Beitragssenkungen leisten zu können, dürften einige Kassen Extras streichen. Die Techniker hat bereits angekündigt, den Zuschuss zur Osteopathie zu kürzen, die BKK Mobil Oil senkt die Barprämie für Gesundheitsmaßnahmen.

Den kompletten "Finanztest"-Artikel erhalten Sie gegen Gebühr unter www.test.de

Krankenkassen, die ihren Beitragssatz für 2015 bereits festgelegt haben

Actimonda KK15,3
AOK Bayern15,5
AOK Hessen15,5
AOK Plus14,9
AOK Sachsen-Anhalt14,9
Audi BKK15,3
Bahn BKK15,5
Bergische KK15,2
BIG Direkt15,3
BKK Euregio14,6
BKK Exklusiv15,2
BKK Faber-Castell & Partner14,95
BKK firmus15,2
BKK Freudenberg15,3
BKK Gildemeister Seidensticker15,3
BKK Herford Minden Ravensberg15,4
BKK MEM14,9
BKK Pfaff15
BKK Provita15,2
BKK Public15,5
BKK Textilgruppe Hof15,5
BKK VBU15,5
BKK VDN15
BKK Vital15,5
BKK ZF & Partner15,1
Bosch BKK15,2
DAK Gesundheit15,5
Deutsche BKK15,5
Energie-BKK15,5
hkk15
IKK Brandenburg Berlin15,2
IKK Nord15,5
KKH15,5
Knappschaft15,4
Metzinger BKK14,6
mhplus BKK15,5
Pronova BKK15,5
R + V BKK15,4
Salus BKK15,1
SBK15,5
Securvita BKK15,5
SKD BKK15,3
TK15,4
Tui BKK15,5
Vaillant BKK15,5
WMF BKK15,5
bak
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.