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Krankenkassenwechsel: So kommen Sie als Patient gut weg

Die meisten Versicherten können ihre Krankenkasse jederzeit wechseln. Allerdings gibt es ein paar Bedingungen. Was Sie beachten müssen, damit der Kassenwechsel klappt.

Wenn Ihre Kasse einen Zusatzbeitrag erhebt, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht

Wenn Ihre Kasse einen Zusatzbeitrag erhebt, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht

Bietet Ihre Krankenkasse nicht genügend Leistungen? Sind Sie mit dem Service unzufrieden? Oder erhebt Ihr Versicherer einen Zusatzbeitrag? Gründe, die Krankenkasse zu wechseln, gibt es viele. stern.de erklärt, was Sie dabei beachten müssen.

Grundsätzlich können Sie Ihre gesetzliche Krankenversicherung (GKV) jederzeit verlassen - wenn Sie bei ihr seit mindestens 18 Monaten Mitglied sind. Dazu müssen Sie bei Ihrer alten Kasse mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende schriftlich kündigen. An die neue Kasse sind Sie dann wiederum mindestens anderthalb Jahre gebunden.

Noch innerhalb der Kündigungsfrist müssen Sie Ihrer alten Kasse die Aufnahme in einer neuen Kasse durch eine Mitgliedsbescheinigung nachweisen. Ansonsten bleiben Sie automatisch in Ihrer bisherigen Krankenkasse versichert. Auch Ihrem Arbeitgeber sollten Sie den Nachweis sofort vorlegen, damit er Sie rechtzeitig ummeldet.

Bei Zusatzbeiträgen kann sofort gekündigt werden

Seit Januar 2009 gilt ein Einheitsbeitrag für alle gesetzlichen Kassen. Allerdings besteht die Möglichkeit den Mitgliedern einen Teil des Beitrags als Prämie zurückzuzahlen oder - alternativ - vom Versicherten einen Zusatzbeitrag zu erheben. Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie, wenn Ihre derzeitige Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag erhebt, einen bestehenden erhöht oder die ausgezahlte Prämie kürzt. Dann können Sie in jedem Fall mit einer Frist von zwei Monaten wechseln - unabhängig davon, wie lange sie schon Mitglied sind.

Für Versicherte in Wahltarifen, etwa solchen mit Beitragsrückerstattung, gilt: Innerhalb der bis zu dreijährigen Mindestbindungsfrist ist keine ordentliche Kündigung möglich. Das Sonderkündigungsrecht gilt aber seit dem 1. Januar 2011 auch für Wahltarife. Eine Ausnahme bilden Krankengeld-Wahltarife.

Nur geöffnete Kassen müssen alle aufnehmen

Sie haben bei einem Wechsel die freie Wahl unter allen gesetzlichen Krankenkassen, die sich im Bundesland Ihres Wohnortes oder Ihres Arbeitsplatzes der Allgemeinheit geöffnet haben. Das sind die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), die Ersatzkassen wie zum Beispiel die DAK oder die Techniker Krankenkasse, die geöffneten Betriebskrankenkassen (BKK) sowie die Innungskrankenkassen (IKK).

Nur geöffnete Kassen müssen jeden als Mitglied akzeptieren. Früher haben viele Firmen für ihre Belegschaft eigene Krankenkassen gegründet, die sogenannten Betriebskrankenkassen. Diese waren ursprünglich nur den eigenen Mitarbeitern zugänglich. Seit der Einführung der freien Kassenwahl haben sich aber viele BKKn der Allgemeinheit geöffnet.

Nicht jeder kann zu den Privaten wechseln

Für einen Wechsel innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen reicht es, bei der neuen Kasse die Mitgliedschaft zu beantragen und der alten Kasse formlos zu kündigen. Wollen Sie dagegen in eine private Krankenversicherung wechseln, müssen Sie einige Bedingungen erfüllen, zum Beispiel ein bestimmtes Mindesteinkommen (4462,50 Euro/Monat; 53.550 Jahr) erreichen. Wer festangestellt ist und weniger als das Mindesteinkommen bezieht ist in der Regel Pflichtmitglied in der GKV. Außerdem führen die Privaten Gesundheitsprüfungen durch und können die Aufnahme etwa bei chronischen Krankheiten verweigern.

Gerade wegen des identischen Grundschutzes in der gesetzlichen Krankenversicherung, geben häufig die Zusatzleistungen den Ausschlag zu einem Kassenwechsel. Die von Kasse zu Kasse verschiedenen Extra-Leistungen können Sie auch mit dem Krankenkassenvergleich von stern.de ermitteln. Neben den Extras berücksichtigt der GKV-Vergleich auch weitere Aspekte wie Wahltarife oder Bonus- und Vorteilsprogramme sowie die Frage, wie es um die Erreichbarkeit der Kasse steht - per Telefon, Online oder in einer Filiale in der Nähe.

Zum kostenlosen Krankenkassen-Vergleich von stern.de

pen/söw
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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