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Versicherer belohnt gesunden Lebensstil: Generali will Fitnessdaten von Kunden bewerten

Laut einem Medienbericht will die Generali-Versicherung Kundendaten in Bezug auf Fitness und Ernährung auswerten. Ein gesunder Lebensstil soll belohnt werden - Verbraucherschützer üben Kritik.

Auch andere Versicherer sollen an ähnlichen Projekten arbeiten

Auch andere Versicherer sollen an ähnlichen Projekten arbeiten

Die Versicherungsgruppe Generali will einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge als erster großer Versicherer in Europa Daten zu Fitness, Ernährung und Lebensstil der Kunden sammeln. Sie sollen als Belohnung für eine gesunde Lebensführung Gutscheine, Geschenke und Rabatte auf ihre Krankenversicherungsverträge bekommen, berichtete die Zeitung am Freitag. Demnach sollen die neuen Angebote in zwölf bis 18 Monaten auch in Deutschland erhältlich sein. Auch andere Versicherer arbeiteten an solchen Projekten.

Generali arbeite für das sogenannte Telemonitoring mit dem südafrikanischen Versicherer Discovery zusammen, berichtete die "SZ". Das Unternehmen habe das Gesundheitsprogramm Vitality entwickelt: Es belohnt demnach Kunden mit Gutscheinen oder Rabatten, wenn sie sich nachweislich gesund verhalten. Dies funktioniere über eine App, die Vorsorgetermine dokumentiere, Schritte zähle oder sportliche Aktivitäten messe.

Verbraucherzentrale übt Kritik

Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg äußerte sich kritisch. Der Kunde wisse gar nicht, wie seine Daten im Konzern verarbeitet würden, und wer Zugriff darauf habe.

Die Generali Versicherungen gehören nach eigenen Angaben zu den fünf größten Erstversicherern in Deutschland. Das Unternehmen bietet Privatkunden, Firmen- und Gewerbekunden Versicherungen an.

amt/AFP / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?