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Cranger Weihnachtszauber : Tierquälerei auf dem Weihnachtsmarkt – Tierschützer fordern Verbot des Ponykarussells

Ponyreiten auf dem Weihnachtsmarkt klingt romantisch, ist laut Tierschützern aber Tierquälerei. Auf dem  Weihnachtsmarkt im nordrhein-westfälischen Herne, dem Cranger Weihnachtszauber, gibt es ein Ponykarussell. Dagegen protestieren nun Tierschützer. 

Ein weißes Pony in einer nachgebauten Scheune

Ein gesatteltes Pony auf dem Berliner Weihnachtsmarkt (Symbolbild)

Getty Images

Im nordrhein-westfälischen Herne haben sich die Pforten des Cranger Weihnachtszaubers geöffnet. Doch eine Attraktion entzaubert das Fest, sagen viele Tierschützer. Denn auf dem Cranger Weihnachtszauber gibt es ein Ponykarussell. Dort können Kinder auf Ponys und Eseln reiten. Sechs Stunden am Tag müssen die Tiere schuften, mit wenigen Pausen, inmitten der Geräusch- und Lichtkulisse des Weihnachtsmarkts. Die Tierschützer sehen darin keine artgerechte Haltung. 

Veterinäramt erlaubte das Ponykarussell

Wie RTL berichtet, wird die Petition allerdings keinen Einfluss auf das Bestehen des Karussells haben. Das soll ein Sprecher der Stadt Herne gesagt haben. Der Pferdewirt halte die vorgegebenen Richtlinien ein und es gehe allen Ponys und dem Esel auf dem Cranger Weihnachtszauber gut, sagte er. Zudem habe das Veterinäramt das Ponyreiten bewilligt. Ein Tierschützer, Stefan Klippstein, schaute sich für RTL in Herne die Umstände an, unter denen die Ponys auf dem Weihnachtsmarkt leben. "Die werden gar nicht in den heimischen Stall, sondern hier einfach in einem Partyzelt in Gitterboxen gehalten", kritisierte er.

Auf der Plattform Change.org gibt es bereits eine Petition gegen das Ponykarussell auf dem Cranger Weihnachtszauber, die mehr als 27.000 Menschen unterzeichnet haben. Die Verfasserin, Sandra Budde, schreibt dort: "Pferde sollten nicht stundenlang stupide im Kreis zur Belustigung von Menschen rumlaufen müssen." Budde wird den Cranger Weihnachtsmarkt dieses Jahr nicht besuchen. "Dieser Weihnachtsmarkt wurde für mich durch die Ponykarussell-Aktion leider total entzaubert", schreibt sie. Den Veranstalter des Weihnachtsmarkts wolle sie auch nicht an anderen Buden mit ihrem Geld unterstützen. Sie fordert zudem Eltern auf, ihre Kinder darüber aufzuklären, weswegen sie nicht auf den Ponys reiten dürfen. "Wir dürfen unsere Kinder nicht in der Annahme groß werden lassen, dass derartige Belustigungsformen auf Kosten der Tiere normal sind", schreibt sie.

Schmerzhafte Gelenk- und Wirbelschäden können entstehen

Auch die Tierschutzorganisation Peta geht seit Langem gegen Ponykarusselle mit lebenden Tieren vor. Auf der Website schreibt die gemeinnützige Organisation, dass die vermeintliche Attraktion "tierquälerische Schinderei" sei. Denn Wirbelsäule und Beine der Tiere seien nicht auf das langwierige im Kreis laufen ausgelegt. Dadurch könnten schmerzhafte Gelenk- und Wirbelschäden entstehen. Daher plant Peta jeden Sonntag ab dem 1. Dezember vor dem Ponykarussell zu demonstrieren, berichtet RTL.

Quellen: Change.org, RTL, Peta

fis