4. März 2013, 09:29 Uhr

Die gleiche Party für Sieger und Verlierer

In Genf sollen neue Modellen gute Laune verbreiten, auch wenn die Lage in Europa zum Heulen ist. Die einstigen Hoffnungsträger Elektro -Autos bilden nur noch ein Nischenprogramm.

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Die Autowelt trennt 2013 streng in Gewinner und Verlierer. In Europa brechen die Märkte von Monat zu Monat drastischer ein. Massenhersteller der Alten Welt wie PSA (Peugeot/ Citroen), Opel oder Ford häuften 2012 Verluste auf, die sich zwischen 1,8 Milliarden Euro und fünf Milliarden Euro beziffern. Statt über neue Produkte berichten die Medien über Werksschließungen und den drohenden Verlust von abertausenden Arbeitsplätzen.
Die Premiummarken aus Deutschland und die Global Player zucken über das darbende Europa die Schultern, weil China, Russland, Indien, Südamerika und nicht zuletzt die USA die Kassen füllen. Sogar General Motors lächelt heute über Krise und Pleite und häuft Milliardengewinne an.
Für die Europäer gibt es dabei nichts zu lachen: Schrumpft der Automarkt in Europa weiterhin, wird der alte Kontinent auf den Weltkarten der internationalen Konzerne immer unwichtiger. Bemerkenswert an PSA und besonders an Opel ist der Optimismus, mit dem diese Gebeutelten in Genf an den Start gehen. Attraktive neue Produkte sind tatsächlich die beste Antwort auf die Krise. Opel kontert die negative Stimmungsmache mit dem Cabrio Cascada oder dem Ausbau des Adam zu einer ganzen Modellfamilie. Peugeot und Citroen stellen neue Impulse für sparsame Hybrid-Konzepte vor und attraktive neue Modelle wie den künftigen Citroen C4 Picasso oder den Peugeot 2008.
Die Gewinner treten nach dem Motto an: "Mit vollen Hosen ist gut stinken". Ob Mercedes, BMW oder Audi, so 500 PS für Top-Sportler dürfen es schon sein. AMG, Quattro GmbH oder M GmbH haben die Schmankerl für die Drehscheiben der Messestände vorbereitet: Mercedes C 63 AMG "Edition 507", A 45 AMG, Audi RS6, RS7, S3 Sportback oder BMW M Grand Coupé und M6 sind automobile Lockvögel, die mehr denn je ziehen.
Sprit sparen? E-Mobilität? Den Hype um E-Autos haben die Hersteller ziemlich gut ausgesessen, ohne dass jemals einer laut die Stimme erhoben hat, um ein für allemal zu erklären: "Elektroautos werden nie funktionieren, weil die Möglichkeit, die erforderliche Energie zu speichern, vor den Gesetzen der Physik und der Verfügbarkeit der erforderlichen Rohstoffe kapitulieren muss!" Also ducken sich die E-Mobile zurück in ihre Genfer Nischen und überlassen das Feld den Anti-Spritsparern.

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