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18. April 2008, 12:08 Uhr

PC mit Bordmitteln kindersicher machen

Dass vor allem junge Kinder keinen uneingeschränkten Zugriff auf den PC und das Internet haben sollen, sehen wohl die meisten Eltern so. Verschiedene Softwarehersteller bieten Kindersicherungen für den PC an, doch etwas Schutz haben auch die neuen Betriebssysteme eingebaut.

Am besten begleiten Eltern ihre Kinder bei deren ersten Schritten am Computer© DPA

Das Internet ist ein Spiegel der Gesellschaft - es zeigt die guten und die schlechten Seiten. Vor dem Hässlichen - Gewalt, Rassismus und Betrügereien etwa - müssen Kinder geschützt werden, die ihre ersten Schritte im World Wide Web unternehmen.

Bevor besorgte Väter und Mütter jedoch Geld für entsprechende ausgeben, sollten sie es mit den Bordmitteln des Rechners versuchen. Mac-Nutzern bleibt gar nichts anderes übrig: Laut Walter Mehl von der Zeitschrift "Macwelt" gibt es keine Kinderschutz-Programme, die man für den Mac dazukaufen könnte. Dafür bringt das Betriebssystem selbst das Programm "Kindersicherung" mit.

"Mac OS X Leopard behält die Aktionen Ihrer Sprösslinge im Blick - auch wenn die Eltern nicht anwesend sind", sagt Georg Albrecht, Sprecher von Apple Deutschland in München. Mit einigen einfachen Konfigurationsschritten können Eltern laut Albrecht Regeln für ihre Kinder festlegen, etwa wie lange sie den Mac benutzen dürfen.

Internetbeschränkung mit Safari

Laut Walter Mehl von der "Macwelt" lässt sich mit dem Mac-eigenen Kinderschutz-Programm auch bestimmen, zu welchen Zeiten und wie lange der Nachwuchs insgesamt den Rechner nutzen darf. "Es ist auch möglich festzulegen, welche Internetseiten aufgerufen werden dürfen." Dies funktioniere jedoch nur mit Safari, dem Browser von Apple.

Dass es Arbeit macht, den Rechner kindersicher zu machen, liegt gewissermaßen in der Natur der Sache: Wer seinen Kindern die Nutzung und den Zugang nicht pauschal verbieten will, muss eben differenziert einschränken. Die Kinderschutz-Software unter Mac OS erlaubt beziehungsweise erfordert dies auch. So können Eltern beispielsweise eine Liste mit E-Mail-Adressen oder Chat-Partnern anlegen, mit denen die Kinder kommunizieren dürfen.

Soll der Nachwuchs iTunes nutzen dürfen, sind auch hier ein paar Einstellungen sinnvoll. Nach dem Motto "Bushido ist gesperrt" lässt sich die Wiedergabe von Filmen abhängig von der offiziellen Altersfreigabe unterdrücken. Mit der Musik ist es nicht ganz so einfach. Um den Nachwuchs vor unerwünschten Songtexten zu schützen, ist die Anlage einer eigenen Mediathek notwendig.

Auch Vista hat Bordmittel

Microsoft hat in Windows Vista ebenfalls eine Kinder- und Jugendschutzfunktion eingebaut. Hier lasse sich festlegen, wie lange der Rechner und welche Spiele genutzt werden dürfen, erläutert Andreas Beier von der Zeitschrift "c't". Auch Filter fürs Surfen sind vorhanden. Im Chat-Programm "Windows Live Messenger" können Eltern laut Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner die Kontaktaufnahme zu unbekannten Teilnehmern sperren.

Windows XP ist in Sachen Kinderschutz eher dürftig ausgestattet. Hier könnten sich Eltern mit dem Programm Microsoft Shared Computer Toolkit weiterhelfen, das eine detailliertere Beschreibung der Benutzerrechte als das Betriebssystem selbst erlaubt.

Ob Bordmittel oder Software - beides kann Eltern die Arbeit nicht ganz abnehmen. Dazu gehört es auch, sich mit dem Nachwuchs über die Nutzung von Computer und Internet auszutauschen. Ältere Kinder finden Beier zufolge sowieso schnell heraus, wie sie die von den Eltern gesetzten Hürden umgehen können. Eltern sollten ihren Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit PC und Internet vermitteln.

Sven Appel/DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
ganzbaf (18.04.2008, 17:44 Uhr)
Hardwareverbot am sinnvollsten.

Zumindest für´s eigene Kinderzimmer.
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