20. Juni 2007, 12:36 Uhr

Microsoft muss Vista wegen Google ändern

Wieder wird Microsoft gezwungen, sein Betriebssystem für die Konkurrenz zu öffnen. Konkret wird die Suchfunktion von Windows Vista so geändert, dass Alternativprodukte leichter eingebunden werden können. Der Suchmaschinenriese Google hatte sich zuvor beschwert.

Kampf der Giganten: Google gegen Microsoft©

Microsoft muss nach einer Beschwerde von Google sein neues Betriebssystem Windows Vista ändern. Die US-Justizbehörden und Microsoft erklärten am späten Dienstagabend, der Softwarekonzern werde bei Vista Suchfunktionen für Konkurrenz-Anwendungen leichter zugänglich machen. Entsprechende Änderungen werde es auch beim Browser "Internet Explorer" und im "Start"-Menü geben. Zudem habe Microsoft zugesagt, anderen Produkt-Entwicklern wie Google mehr technische Informationen zu geben, damit sie die Leistung ihrer Suchfunktions-Programme unter Vista verbessern können. Google nannte die Entscheidung einen Schritt in die richtige Richtung, der aber noch nicht ausreiche. Der Konzern hatte moniert, die Desktop-Suchfunktion benachteilige Wettbewerber.

Das erst vor wenigen Monaten eingeführte Betriebssystem Vista ist bereits scharf von Konzernen wie IBM, Nokia, Sun Microsystems und Oracle kritisiert worden. Die Firmen monieren, Microsoft setze bei Vista die schon von der EU verurteilte Wettbewerbsbehinderung fort. Die EU-Kommission wirft dem US-Konzern vor, seine marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen auszunutzen, um Anbieter anderer Programme zu verdrängen.

Vista ist der Nachfolger des Betriebssystems Windows XP, das auf den meisten Computern weltweit läuft. Die Entwicklung des neuen Programms dauerte mehr als fünf Jahre, die Markteinführung wurde mehrfach verschoben. Microsoft erzielt mehr als die Hälfte seines Umsatzes und fast seinen gesamten Gewinn mit dem Betriebssystem Windows und dem Softwarepaket Office.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
John_Harper (22.06.2007, 11:42 Uhr)
Linux
Tja. Da Macs nicht so verbreitet sind, werfe ich mal das nächste System rein, dass noch weniger hat.
Ich nutze Linux (Ubuntu) seit nun 2 Jahren und hab keine Viren und Würmer. Dafür einen 3D-Desktop der auf OpenGL läuft und das bei einem Rechner mit einer GeForce 4200 drin :).
Für Windows Vista müsste ich mir einen neuen Rechner kaufen.
Aber seien wir ehrlich. Der Windowsstern ist am sinken. Immer mehr Firmen sind von Microsofts Politik angenervt.
In 5 Jahren wird die Marktverteilung ganz anders aussehen wie heute :-D
vorname_nachname (22.06.2007, 01:08 Uhr)
yep
.. ms hat nunmal die nase vorn und das hat auch nen grund. in so einer position tragen die natürlichauch ne fette verantwortung.
aber so ne becknackte suche.. ich bitte euch .. das ist total lächerlich.. wer breucht sowas verdammt ?
he?
braucht sowas jmd hier?
Leondriel (20.06.2007, 14:41 Uhr)
@Helge55
Wenn der Mac ähnlich umfangreiche Möglichkeiten bieten würde wie der PC wäre das eine Alternative, ja. So muss ich aber sagen, besser Virus als garkein Code ;)
Google und Co. würden sicher auch gegen MacOS wettern, wenn es genug Relevanz hätte, um sich zu lohnen. Ich weiß, Applemaniacs hören das nicht gern, aber sie bilden nicht gerade die überragende Mehrheit.
Clibanarius (20.06.2007, 13:47 Uhr)
Google
Mittlerweile ist Google ähnlich mächtig und einflussreich wie Microsoft. Zudem verseucht von Spammern und Suchmaschinenoptimiereren, nicht zuletzt der Kusch vor den chinesene. Es wird deshalb höchste Zeit, auf andere Suchmaschinen umzusteigen. Derer gibt es schliesslich genug: http://de.altavista.com
www.yahoo.de
www.seekport.de
www.fireball.de
www.lycos.de
Um nur einige zu nennen.
Insbesondere YAHOO als mehrfacher Testsieger erzielt etwas bessere Ergebnisse als Google: http://www.ranking-check.de/infos/rc.suchmaschinentest_2006.html
Helge55 (20.06.2007, 13:01 Uhr)
Windows Vista
Da gibt es nur eins zu sagen:
Virus inside switch to Apple.
Viel Spass mit einem Betriebssystem, das vom US-Geheimdienst mit entwickelt wurde...
Viele Grüße
Helge
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