Gericht verurteilt Amerikanerin zu Millionen-Strafe

19. Juni 2009, 07:46 Uhr

Sie wollte doch bloß Gloria Estefan hören, und die US-Band Linkin Park. Doch weil sich eine Amerikanerin die Musik dieser Bands illegal als Download aus dem Internet besorgt hat, muss die Mutter von vier Kindern jetzt 1,9 Millionen Dollar Strafe zahlen. Das entschied ein Gericht in den USA.

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Illegale Musikdownloads sind einer Amerikanerin jetzt zum Verhängnis geworden. Ein Gericht verurteilte sie zu einer Strafe von 1,9 Millionen Dollar©

In den USA ist eine Frau wegen des illegalen Downloads von 24 Musiktiteln aus dem Internet zu einer Strafe von 1,9 Millionen Dollar (1,4 Millionen Euro) verurteilt worden. Wie der US-Sender CNN am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf den Anwalt der 32-Jährigen berichtete, war es das erste Urteil im Zusammenhang mit einem solchen Copyrightverstoß in den USA. Die Mutter von vier Kindern aus dem Bundesstaat Minnesota sei angesichts der hohen Strafe geschockt gewesen und wolle Berufung einlegen.

Das Gericht befand sie schuldig, 24 Musiktitel, darunter Stücke von No Doubt, Linkin Park, Gloria Estefan und Sheryl Crow, illegal heruntergeladen zu haben. Jeder einzelne Verstoß wurde mit einer Strafe von 80.000 Dollar belegt. Nach Angaben des Anwalts hätte der rechtmäßige Kauf der Musikstücke jeweils nur 99 Cent gekostet.

Eine Vertreterin der US-Plattenindustrie RIIA zeigte sich erfreut von dem Urteil. Man begrüße, dass das Gericht den Verstoß gegen Urheberrechte ebenso ernst nehme wie die Musikindustrie, hieß es.

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KOMMENTARE (10 von 44)
 
H.Brand (20.06.2009, 18:16 Uhr)
Alles falsch!
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Hier haben die Redakteure des Stern wohl etwas falsch dargestellt und darum passen alle Kommentare auch nicht zum wirklichen Geschehen.
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Nach anderen Meldungen hat die gute Frau nicht nur 24 Songs heruntergeladen, sondern bei einem halben Dutzend Plattenfirmen mehr als 1700 Songs. Außerdem wurden die Lieder nicht nur illegal heruntergeladen, sondern die Songs wurden auch gleichzeitig weiterverbreitet. Ebenso wurde nicht erwähnt, dass Frau Thomas-Rasser bereits wegen derselben Vorwürfe schon einmal vor Gericht stand und die Verurteilung im Jahre 2007 aufgehoben wurde. - So gesehen, sieht die Sache schon ganz anders aus.
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Die Redaktion des Stern hat demnach nur die halbe Wahrheit berichtet. Ich hoffe für die Zukunft eine bessere Recherche.
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Abgesehen davon ist die Höhe der Strafe trotzdem, so meine ich, irrsinnig. Aber so ist eben Amerika. Da bekommt man ja auch Tausende von Dollars, wenn man sich am heißen Kaffee aus dem Automaten die Zunge verbrennt.
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- Horst Brand -
zwer (19.06.2009, 22:36 Uhr)
Strafe zahlen
@daneel
Ja, Strafe soll Verhältnismäßig sein,
aber nicht nur in Vergleich zum
Schaden, sondern im Vergleich zur
Mentalität. Kleinere Strafen haben
ja nachweislich nichts bewirkt.
.....im vergleich zur Mentalität...
Aha, was macht man dann am besten mit zum Beispiel Rotlichtresistenten Radfahrern bei uns, ab in den Knast? Oder Kippenwegwerfende Raucher, Falschparker, Raser. Alles üble Mentalitäten und durch kleine Bussgelder unbelehrbar.
nerventanz (19.06.2009, 14:50 Uhr)
RIIA!=RIAA und Urheber!=Verwerter
Leute, leute. Macht den Artikel ordentlich, bitte.
Ganz im Gegensatz zu den Verwertern, die nichts tun, außer fremde Kunst zu verkaufen, würden sich die Urheber wohl eher schämen, die Frau derart abscheulich zu quälen. Für 24 Lieder!! Jegliches Maß an Vernunft ist hier verschwunden.
WernerMeyer (19.06.2009, 14:00 Uhr)
USA sind halt eine Diktatur
solch eine Bestrafung ist doch typisch für Diktaturen,bzw Oligarchien.Und Kriegsverbrecher der
USA
Daneel (19.06.2009, 13:12 Uhr)
Strafe zahlen
"sind sie evtl. schon mal zu schnell gefahren? haben die bezahlte zeit an der parkuhr überschritten oder sind bei rot über die fußgängerampel gelaufen? dann wäre es doch jetzt nur konsequent, wenn sie sich selber anzeigen und sich ihrer gerechten strafe zuführen würden. oder sind sie etwa gänzlich frei von jeglicher schuld?"
Bin nicht vorbestraft, aber schon
Ordnungswidrigkeiten begangen und
dafür bezahlt. Aber ich gehöre nicht
einer Gemeinschaft an, die mit
anarchistischen Sprüchen wie
"Copyright ist Sklaverei" auf
anarchistische Weise die Grundlage
der Zivilisation zerstören will.
Ja, Strafe soll Verhältnismäßig sein,
aber nicht nur in Vergleich zum
Schaden, sondern im Vergleich zur
Mentalität. Kleinere Strafen haben
ja nachweislich nichts bewirkt.
DasBertl (19.06.2009, 13:04 Uhr)
Oh...
zu wenig... ich hab nur 300 Milliarden US$ schaden durch die Banken gerechnet... es müssten also um die 21 000 000 000 000 000 000 US$ Gesamtstrafe sein...
DasBertl (19.06.2009, 13:02 Uhr)
Dann aber bitte konsequent...
wenn schon eine Mutter für 24 Songs zu 1,9 Millionen US$ Strafe verurteilt, dann sollten die US-BANKER (die Angestellten, die Manager, die Vorstände) ebenfalls zu in genau dem gleichen Verhältnis zur Kasse gebeten werden. Das wäre dann eine Gesamtstrafe von ca. 7 125 000 000 000 000 000 US$. Wenn mit gleichem Maß gemessen würde, dann ginge das Urteil in Ordnung, aber so... Hier ist doch die Verhätnismäßigkeit überhaupt nicht gegeben. By The Way: Wird dann wohl Zeit, dass die EU die Strafen für Microsoft deutlich anhebt. Wenn man das Verhältnis zum Besitz bzw Einkommen der Frau heranzieht, dann dürfte das Ergebnis auch irgendwo bei Trillionen Euro liegen...
Aber so ist das, die großen Verbrecher werden zu Regierenden und Firmenbossen, die Kleinsten werden verurteilt...
Politix (19.06.2009, 12:20 Uhr)
@screne
ich denke, bevor es zu einer Anklage kommt, sind diese Dinge genau geprüft.
Wenn in dem Haus der Frau, für dessen Bereich sie die Verantwortung trägt, ein Rechner steht, dessen IP-Adresse eindeutig nachzuweisen war, dann wird es wohl DIESE Frau gewesen sein.
1.700 Titel kommen beim besten Willen nicht "zufällig" auf die Festplatte!
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Selbst wenn es ihre Kinder waren, sie trägt in diesem Haushalt die Verantwortung.
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@Hirnfreund
nicht's für ungut, aber es geht wahrlich nicht ums Rechthaben.
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Es geht lediglich darum, dass Menschen hier und weltweit auf die Strasse gehen, um für höhere Löhne zu demonstrieren, wenn es dann aber daran geht, selbst als "Bezahler" von Arbeitsleistung zu fungieren, dann sollen wieder die Regeln gelten, mit denen uns die "Bezahler" unserer eigenen Arbeitsleistung eben genau diese "gerechte" Bezahlung verweigern!!!
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Und das auch noch aus so niedrigen Beweggründen wie dem Geiz!
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Wenn man einmal genau darüber nachdenk, kommt man zu einem herzerfrischenden Gedanken!
Ramunu (19.06.2009, 12:19 Uhr)
Das Problem..
..ist die Verhaeltnismaessigkeit zwischen Tatbestand und Strafmass. Absurd in diesem Fall.
esopherah (19.06.2009, 12:08 Uhr)
billige propaganda
die sich sogar im text selbst entlarft.
"war es das erste Urteil im Zusammenhang mit einem solchen Copyrightverstoß" Das ist gelogen!
Gegen Thomson wurde auch eini urteil gefällt, aber wie dieses hier wird es in nächster instanz auch kippen.
Über 5 Jahre versuchen die kriminellen mafiaorganisationen der musikindustrie nun schon ein urteil zu ihren gunsten zu bekommen. Aber kein richter (bis einzel deppen wie hier, die in zweiter instanz nie bestätigt werden) war bisher bereit den lügen und kriminellen betrugsversuchen der MI unterstüzung zukommen zu lassen.
Aber danke stern dass ihr die propaganda für die musikmafi verbreitet, die leser wissen wies gemeint ist ;-)
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