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25. Februar 2009, 17:10 Uhr
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Frau überweist Betrügern 350.000 Euro

Eine Österreicherin ist auf eine der ältesten Betrugsmaschen im Internet hereingefallen und hat der berüchtigten Nigeria-Connection 350.000 Euro überwiesen. Rekord! Dabei war der Text der Lock-E-Mail wieder einmal völlig absurd.

Nigeria Connection, Internetbetrug

Für 350.00 Euro muss eine alte Frau lange stricken© Colourbox

Eine Salzburger Geschäftsfrau ist auf die so genannte Nigeria-Connection reingefallen und hat 350.000 Euro an unbekannte Kriminelle überwiesen. Wie der ORF berichtet, wurde der Salzburgerin in der E-Mail ein Anteil von 40 Prozent an einer Erbschaft in Höhe von sechs Millionen US-Dollar versprochen. Sie müsse "nur" Notar, Anwaltskosten und Steuer vorfinanzieren und die Spesen im Voraus bezahlen. Die Geschäftsfrau glaubte dem dubiosen Angebot und bezahlte die Forderungen. Die Betrüger brachen danach den Kontakt mit ihr ab.

"Um die 350.000 Euro zahlen zu können, hat die Frau aus der Firma Geld entnommen, eine Münzsammlung verkauft und Bausparverträge aufgelöst", sagte Oberst Josef Holzberger vom Salzburger Landeskriminalamt der österreichischen Presseagentur APA. Hinter den Machenschaften stünden vorwiegend Nigerianer, deshalb werde das kriminelle Netzwerk auch "Nigeria-Connection" genannt. Solche Massen-Mails würden weltweit zu Tausenden verschickt. Die Absender ließen sich die geforderten Summen auf Bankverbindungen verstreut über alle Kontinente überweisen. Einen ähnlichen Fall wie in Salzburg gebe es auch in Tirol, so der Kriminalbeamte.

Dass immer noch Menschen auf diese Masche hereinfallen, verblüfft auch die Polizei. Zumal die Texte der Mails in schlechtem Deutsch oder Englisch verfasst sind. Die APA zitiert: "Trauriges morgens empfing ich nicht Ihre Antwort", lautete der Einleitungssatz der Mail des vorliegenden Falles. In den folgenden Sätzen schrieb ein angeblicher Mitarbeiter eines "Finanzhauses in den Niederlanden", dass ein verstorbener Kunde ein Konto mit sechs Millionen US Dollar hinterlassen habe, aber keine Begünstigten da seien. "Wegen unseren Finanzhausvorschriften kann nur ein Ausländer als nächster Verwandten stehen und deshalb habe ich mich entschlossen Sie zu kontaktieren, um mit Ihnen zusammen zu arbeiten um diese untätigen Fonds zu reaktivieren. ... Was ich von Ihnen verlange ist als nächster Verwandter des Verstorbenen zu stehen ...", erklärte ein gewisser Herr Steve Morgan.

Auf der Website der österreichischen Zeitung "Der Standard" häufen sich spöttische Kommentare zu der gutgläubigen Salzburgerin. Ein Nutzer schreibt: "Der bisherige Rekord lag bei 400.000 Dollar [von einer Frau in den USA, d. Red], das wären schlappe 300.000 Euro. Wir sind Weltmeister!"

san
KOMMENTARE (10 von 41)
 
Garnet (26.02.2009, 10:44 Uhr)
Da gibt es Opfer auf der ganzen Welt!
Auch in Deutachland. Die Nigerianer sind ja nun in alles verwickelt. Drogenschmuggel, Urkundenfaelschung und Betrug. Wir hatten mal damit angefangen alle schreiben auszudrucken und aufzuheben. Da waren irre Briefe dabei. Jetzt ist die arme Frau auf den Betrueger reingefallen. So wie viele Deutsche und andere Staatsbuerger schon vor ihr. Jeden Morgen steht ein Dummer auf. Damit rechnen diese Leute. Hier in West Afrika haben die Nigerianer einem Deutschen "geschwaerzte 100 Dollar Noten" geschenkt. Die Fluessigkeit zum reinigen kostete 10000 Mark. Hat er gekauft. Andere kaufen Rohdiamanten. Sind natuerlich Topase aus Nigeria. Und so geht das fuer immer weiter. So lange jeden Morgen ein Dummer aufsteht.
Marquis (26.02.2009, 10:31 Uhr)
Sozialneid hin oder her,
die Korrelation von 350k€ überhaben und dann über sowenig Grips zu verfügen, ist einfach erstaunlich.
Wahrscheinlich hat die "Geschäftsfrau" geerbt oder ihre Geschäfte in der Besenkammer gemacht (wobei der eigentliche "Besenkammer-Coup" schon einige Pfiffigkeit vorausgesetzt hat.)
jockel_us (26.02.2009, 04:09 Uhr)
Seid mal nicht so hämisch...
...das ist halt Bernie Madoff für Ösis. Sich ein paar Milliarden abschwatzen zu lassen, bloß weil einer mal NASDAQ-Chef war, ist nicht viel smarter.
Es lebe die nigerianische Zentralbank!
Blacky007 (25.02.2009, 21:57 Uhr)
Soviel Dummheit gehört bestraft
Sorry, aber diese naive Person hat es wirklich nicht besser verdient, als über den Tisch gezogen zu werden.
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Um diesen Betrug zu riechen muss man ganz sicher kein Internetexperte sein! Wer jemals eine solche Mail erhalten hat, weiß um das ausgesprochen wirre Deutsch, dieser Typen. Wem da als Geschäftsmann/frau nicht sofort alle Glocken läuten, der ist doch selbst nicht mehr sauber!
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Wer auch nur einen Funken Verstand besitzt, wird sich erstmal über die Existenz der Bank und des Mitarbeiters erkundigen, bevor er auch nur einen Cent an eine wildfremde Person überweist. Aber bei der Häufigkeit und Leichtgkeit, mit der man heutzutage ständig diese ganzen Millionen als Geschenk hinterhergeworfen bekommt, kann man ja leicht auch mal dem einen oder anderen Betrüger ins Netz laufen...
Jochi71 (25.02.2009, 19:49 Uhr)
Meine Überlegungen...
Wer in einem gewissen Alter ist und sein Geld hart verdient hat, dürfte nicht so viel Geld so leichtfertig nach Afrika überweisen.
Ausserdem googelt man heutzutage ja schon über eine flüchtige Bekanntschaft am Tresen.
Andererseits wurde ich Ende der 90er auch aus Nigeria kontaktiert, sofort abgewunken hatte ich damals nicht. Insofern möchte dich die Dame nicht verhämen. Mein Trost: es gibt viele, viele, die an der Börse noch mehr verloren haben...
nogo (25.02.2009, 17:20 Uhr)
@Malte
Fakt ist, dass die Frau diese Betrugsmethode nicht kannte, egal wie alt die ist. Zudem hat die Frau mit Sicherheit nicht den ganzen Betrag auf einmal bezahlt. Die Forderungen fangen klein an, es geht angeblich um Bankgebühren, Registrierungen. Das läppert sich dann ziemlich schnell zusammen. Wenn die Opfer schon relativ viel eingezahlt haben und Angst haben, das zu verlieren, werden die immer dreister. Dann haben sie den Fisch schon an der Angel, die Leute haben ihre Ersparnisse verbraten und zum Teil auch schon Schulden gemacht. Mit ihrer Argumentation könnte man im übrigen auch sagen, die Frau die nach dem Internet-Dating ermordet wurde, hatte selbst schuld. Hätte ja wissen können, das da was faul ist, alle raten zur Vorsicht. Na und? Der Mörder bleibt der Schuldige und die Opfer haben alle einen zu hohen Preis für ihren Fehler, ihre Dummheit, was auch immer bezahlt.
Malt (25.02.2009, 16:55 Uhr)
@jackiki & nogo
Neid? Sorry, aber selbst wenn jemand 5 € an jemanden überweist, den er nicht kennt und dessen Herkunft/Geschichte ominös klingt finde ich das selten dämlich. Und diese Masche gibt es auch nicht erst seit es das Internet gibt, sondern ca. seit dem 16. Jahrhundert!!!! Informiert euch mal lieber bevor ihr hier alle anderen als Neider oder als kaltherzig abstempelt. Das ist tatsächlich eine der ältesten Betrugsmaschen die es gibt, und wenn dann jemand anscheinend völlig blauäugig 350.000 € ins Nirwana überweist, dann ist derjenigen Person schlichtweg nicht mehr zu helfen!
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Aber gut zu wissen, dass anscheinend noch mehrere derart naive Leute dort draussen unterwegs sind... ich werd' demnächst eine Anzeige in der SZ/FAZ schalten, worin steht: "Überweist mir 5 € - Ihr werdet schon sehen, was Ihr davon habt"
nogo (25.02.2009, 16:05 Uhr)
Dumme Häme
Dumm ist es, und ziemlich billig dazu, sich über die Opfer lustig zu machen. Nicht alle Leute, die über einen Internet-Anschluss verfügen, gehören zur Info-Elite, nicht alle lesen die Zeitungen oder sind für den Umgang mit dem Netz ausreichend präpariert. Ja, es ist kaum zu glauben, dass heute noch jemand darauf reinfällt, ja, erklärbar ist das mit einem gewissen Mass an Gier. Das ist bei den meisten Massenbetrugsfällen so. Haben die Leute deswegen den totalen finanziellen Ruin verdient? Es hat wegen dieser Fälle schon Selbstmorde gegeben. Sicher sind die Kommentatoren hier informierter, was die Nigeria-Connection angeht, klüger sind sie bei so viel Häme, die leider zum Leitton im Netz geworden ist, sicher nicht.
jackiki (25.02.2009, 15:56 Uhr)
Vincent_Vega
was sagt uns das, dass die ganzen kommentare, die hier fallen und der frau bescheinigen, sie sei doch selbst schuld und dumm sei sie zudem auch, diese ganzen kommentare zeigen einfach nur den neid, den neid darüber, dass eine frau 350000 euro hat(te) und diese ihr jetzt gott sei dank abhanden gekommen sind!
das manche sich noch nicht einmal schämen, wenn sie sowas sagen, nicht weil sie der ansicht sind und weil sie dabei genugtuung empfinden, nein sie empfinden noch nicht einmal scham, dass der, der sein kommentar liest, den neid in ihm sehen kann. wie kann man nur so schamlos sein...
Vincent_Vega (25.02.2009, 15:39 Uhr)
Dumm sind auch die, die nun auf Ösis schimpfen...
den wenn sich die Nigeria-Connection nur auf die paar Österreicher verlassen müsste, wären auch sie längst verhungert. Die Blödheit ist international angesiedelt.
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