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Dieses Roboter-Schiff soll russische U-Boote jagen

Im Krieg der Zukunft wird es wohl keine Soldaten mehr geben. Nach den Premieren von Roboter-Panzern in den letzten Wochen, haben die USA nun ein unbemanntes Schiff vorgestellt.

  Gut zu erkennen ist der improvisierte Führerstand.  

Gut zu erkennen ist der improvisierte Führerstand.  

Mit über 30 Metern Länge ist die Sea Hunter das derzeit größte vollautomatische Waffensystem der Welt. Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) hat erste Bilder von dem U-Boot-Jäger gezeigt, vorgestellt wurde das Projekt bereits 2010.  Auf den Fotos sieht das futuristische Schiff etwas verunstaltet aus. Für Erprobungszwecke wurde eine Art Führerstand für menschliche Passagiere auf dem Rumpf montiert. Im echten Betrieb wird sie wieder verschwinden. Die Taufe ist für den April geplant, da aber bereits Schnappschüsse des Modells kursierten, entschloss sich DARPA offenbar, vorab auch offizielle Bilder zu zeigen.

  Die Sea Hunter hat an jeder Seite einen Ausleger

Die Sea Hunter hat an jeder Seite einen Ausleger

Neuartige Sonaranlage

Die Sea Hunter soll schnell genug sein, um auch die modernsten U-Boote zu jagen. Sie hat die Form eines Trimarans, dadurch soll das Bott auf offener See trotz der geringen Größe ausreichend Stabilität erhalten. Mittschiffs ist ein Hochleistungssonar angebracht, das zusammen mit mehreren Hochfrequenz-Sonaren in den Auslegern auch noch das leiseste U-Boot aufzuspüren soll. Der Verzicht auf eine menschliche Besatzung führt dazu, dass das kleine Boot eine sehr hohe Verweildauer auf See hat. Es soll 60 bis 90 Tage nonstop im Einsatz sein können.

Günstige Alternative

Seine Konzeption – nur ein Einsatzzweck und eine geringe Größe – ist ein Gegengewicht zum Trend der US-Marine, herkömmliche Schiffsklassen immer größer, komplexer und teurer zu gestalten. Besonders der Gefahr durch leise, aber günstige Diesel-U-Boote will man so kostenbewusst begegnen und die teure Zerstörerflotte von dieser Aufgabe befreien. Zu erwarten ist, dass in den nächsten Jahren unbemannte Klein-U-Boote in Dienst gehen. Auch gegen sie könnte die Sea Hunter eingesetzt werden. Bevor es soweit ist, soll das Boot allerdings noch zwei Jahre getestet werden. 

Sea Hunter ist unbewaffnet

Die Sea Hunter ist allerdings nur zum Entdecken und Aufspüren eines Gegners gedacht. Das Boot ist unbewaffnet und kann selbst kein gegnerisches U-Boot angreifen. Es könnte sich auch nicht gegen Schiffe, Flugzeuge oder Drohnen verteidigen. Darin liegt wohl auch die Schwäche des Konzepts. Die Sea Hunter wird  nur erfolgreich sein, wenn sie selbst den Gegner ortet. Der muss aber ahnungslos bleiben, damit er nicht seinerseits den U-Boot-Jäger versenkt.



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