Ursache: verkürzte Kniestreckmuskeln; schwache Kniebeugemuskeln; Kniescheibenhochstand; hohe und ruckartige Sprungbelastungen ("jumper's knee"); "sitzender Laufstil", bei dem die Oberschenkel zu wenig gestreckt werden
Symptome: belastungsabhängige Schmerzen (vor allem beim Treppensteigen oder bei längerem Sitzen) im Bereich der Kniescheibenspitze, dort auch eindeutiger Druckschmerzpunkt; eventuell geschwollene Sehne
Gefährdete Sportler: Basketballer; Volleyballer; Fußballer; Weitspringer; Tennisspieler; Läufer
Arztbesuch nötig: bei starken oder anhaltenden Beschwerden
Behandlung: Oberschenkelstreckmuskeln regelmäßig dehnen und Beugemuskeln auf der Oberschenkelrückseite kräftigen; Patellasehnen-Tapeverband oder Bandage; Kinesiotape; Ultraschall; Eismassage, Elektro-, Physio- oder Stoßwellentherapie; Injektionstherapie mit homöopathischen Mitteln oder lokalem Betäubungsmittel; bei deutlich länger als sechs Monate anhaltender Symptomatik und erheblichem Leidensdruck trotz konsequenter Therapie gegebenenfalls Operation
Sportpause: sechs bis zwölf Wochen, in dieser Zeit Sprungtraining vermeiden und vorübergehend auf eine andere SPortart umsteigen, bei der die Patellasehne nicht ruckartig belastet wird
Heilungsdauer: häufig sehr hartnäckige Verletzung, die teilweise mehrere Jahre bis zur völligen Ausheilung benötigt
Vorbeugung: Muskeln gezielt kräftigen und Koordinationstraining; ausgewogen trainieren, dabei Intensität und Umfang langsam steigern; muskuläre Dysbalancen beseitigen; geeignetes Schuhwerk und gegebenenfalls Einlagen tragen; entlastende Bandage; Laufstil optimieren
Ursache: direkte Gewalt- beziehungsweise Krafteinwirkung wie Stoß oder Tritt, zum Beispiel beim Fußball Tritt des Gegners gegen das Schienbein
Symptome: starke Schmerzen, gegebenenfalls mit ausgeprägtem Spannungsgefühl; begleitender Bluterguss (Hämatom) aufgrund von verletzten Blutgefäßen; Schwellung; eventuell Bewegungseinschränkung
Gefährdete Sportler: Sportler mit Gegnerkontakt, zum Beispiel Fußballer, Handballer, Hockeyspieler
Arztbesuch nötig: bei starken oder anhaltenden Beschwerden oder bei Verdacht auf einen Knochenbruch
Behandlung: nach dem PECH-Schema vorgehen: Pause, Eis (Kühlung), Compression (Druckverband), Hochlagerung; Salbenverband mit abschwellendem Wirkstoff anlegen (zum Beispiel Voltaren, Ibuprofen); kurzfristige Schonung; Kinesiotape. Bei länger als zehn Tage anhaltenden Beschwerden muss der Arzt die Diagnose "Prellung" anzweifeln und überprüfen, ob eine Bänderverletzung oder Fraktur vorliegt
Sportpause: schmerzabhängig
Heilungsdauer: etwa sieben bis zehn Tage
Vorbeugung: entsprechende Schutzausrüstung auch beim Training tragen, zum Beispiel Schienbeinschoner beim Fußballspielen
Ursache: infolge eines direkten Schlags mit einem stumpfen Gegenstand wie dem Griff eines Stocks (zum Beispiel eines Eishockeyschlägers) oder nach einer kräftigen Kompression des Brustkorbs bei einem harten Körperangriff wie bei Rugby oder Ellenbogenstoß beim Handball
Symptome: Schmerzen vor allem bei tiefer Atmung, beim Husten oder Niesen; starker Druckschmerz; eventuell Schwellung
Gefährdete Sportler: Kampfsportler; Ballsportler mit Gegnerkontakt; Eishockeyspieler
Arztbesuch nötig: bei starken Schmerzen oder Verdacht auf einen Rippenbruch
Behandlung: gegebenenfalls Schmerzmittel; darauf achten, nicht in eine flache Schonatmung zu verfallen, was im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung führen kann; gegebenenfalls Tapeverband; regelmäßige Anwendung einer schmerzstillenden Salbe (zum Beispiel Diclofenac, Ibuprofen); Kinesiotape; eventuell Röntgen zum Ausschluss einer Rippenfraktur
Sportpause: schmerzabhängig
Heilungsdauer: vier bis sechs Wochen
Vorbeugung: entsprechende Schutzausrüstung auch im Training tragen