Eine Vorhautverengung lässt sich leicht feststellen: Männer oder Jungs können die Vorhaut ihres steifen Penis nicht oder nur ein bisschen zurück schieben, weil sie nicht über die Eichel passt. Häufig schmerzt die Vorhaut daher beim Sex oder bei der Selbstbefriedigung.
Die enge Vorhaut kann auch das Wasserlassen behindern. Verdeckt sie die Öffnung der Harnröhre, kann der Urin-Strahl beim Pinkeln schwach oder verdreht sein. Manchmal sammelt sich der Urin auch in der Vorhaut. Der schützende Sack bläht sich dann langsam wie ein Ballon auf. In seltenen Fällen ist Pinkeln sogar kaum noch möglich.
Ist die Vorhaut zu eng, lässt sich die Eichel nur schwer reinigen. So sammeln sich dort abgestorbene Haut, Talg, Sperma und Urinreste. Fachleute nennen diese Schmiere Smegma. Sie kann unangenehm riechen und Entzündungen an Vorhaut und auslösen.
Wer die Vorhaut mit Gewalt zurück schiebt, kann die Eichel einklemmen. Am häufigsten passiert es beim Sex oder beim Masturbieren. Ärzte nennen den Vorfall eine Paraphimose. Sie ist ein medizinischer Notfall: Die enge Vorhaut schnürt die Blutversorgung ab, die Eichel und die innere Schicht der Vorhaut schwellen an. Die Eichel läuft schnell blau an. Darunter bildet sich ein dicker Ring, der wegen seines Aussehens auch Spanischer Kragen genannt wird.
Von alleine verschwindet die schmerzende Wulst nicht. Der Arzt versucht, die Schwellung so lange zu drücken und zu massieren, bis sie zurückgeht und der Vorhautring wieder über die Eichel passt. Damit die gefährliche Panne nicht wieder passiert, entfernt er anschließend häufig die Vorhaut.