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Männliche Beschneidung: Operation Vorhaut

Sie senkt das Risiko, sich mit dem Aids-Virus anzustecken, und kann Schmerzen und Entzündungen ein Ende machen: Aus medizinischer Sicht hat die Beschneidung viele Vorteile. Viele Männer schrecken dennoch zurück - doch langsam scheint sich die Meinung zu wandeln.

Ein kleiner Schnitt für einen Mann, ein "großer" für die Männlichkeit: Im Vergleich zu früher sind in Deutschland mehr Männer beschnitten. Allein die kulturellen Kerngruppen mit beschnittenen Männern - Juden und Muslime - sind in den vergangenen Jahrzehnten gewachsen. Die rituelle Zirkumzision geschieht im Judentum traditionell am achten Lebenstag, im Islam im Alter von vier bis acht Jahren. An genauen Zahlen, was den Anteil Beschnittener in Deutschland angeht, mangelt es aber. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt die Beschneidung neuerdings im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids.

Laut WHO und dem Aids-Programm der Vereinten Nationen UNAIDS sind die wissenschaftlichen Belege inzwischen zwingend: eine Beschneidung senke das Infektionsrisiko um bis zu 60 Prozent. Warum das so ist, ist nicht endgültig geklärt. Vermutet wird unter anderem, dass die Zellen an der Oberfläche der Eichel dann verdicken und besseren Schutz gegen das Eindringen der Viren bieten. Experten warnen in jedem Fall vor Sorglosigkeit: Eine Beschneidung schütze keinesfalls zuverlässig.

Ansonsten wird die Beschneidung medizinisch bei einer Phimose (Vorhautverengung) im Schulalter empfohlen, wie es im "Pschyrembel Wörterbuch Sexualität" heißt - ein "bei entsprechender Wundversorgung unproblematischer Eingriff mit geringem Risiko von Komplikationen".

Probleme beim Wasserlassen, Entzündungen, Reinigungsprobleme

Nach Angaben des Instituts für Männergesundheit in Hamburg kann eine Vorhautverengung, die in den ersten Lebensjahren normal ist, in jedem Alter auftreten. Die Folge sind Probleme beim Wasserlassen, Entzündungen und auch Reinigungsprobleme. Studien zeigten, dass nicht entfernte Absonderungen unter der Vorhaut ein erhöhtes Risiko für Peniskrebs und bei einer Partnerin für Gebärmutterhalskrebs bedeuten.

Weltweit sollen nach Schätzungen 20 bis 40 Prozent aller Männer beschnitten sein. In den USA ist der Anteil seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders hoch - eine Tradition in der Ärzteschaft, die jedoch laut Pschyrembel eine rückläufige Tendenz aufweist.

"Ansehnlicher und hygienischer"

In Deutschland liegt der Anteil Beschnittener nach Angaben des Vereins "Eurocirc" bei etwa 15 Prozent. Der für die Beschneidung eintretende Verein im nordrhein-westfälischen Dinslaken berät per Internet-Seite und Hotline. Mitgründer Maurice Holzapfel sagt, der Umgang mit dem Thema sei in den vergangenen zehn Jahren lockerer geworden. Bei der Hotline seines Vereins riefen heutzutage auch Frauen an, die Argumente suchten, um ihren Partner zu überreden, weil sie einen beschnittenen Penis ansehnlicher und hygienischer fänden.

An Zahlen jenseits dieser Befürworter-Gruppe mangelt es jedoch. Weder bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, den für Musterungen zuständigen Behörden, noch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es eine Statistik. Experten gehen jedoch davon aus, dass das Thema aus der Tabu-Zone heraus sei und Männer mit einer Vorhautverengung sich heute eher unters Messer legen, während viele früher glaubten, Schmerzen "männlich" ertragen zu müssen.

Gegner der Beschneidung - wie die US-Organisation "Nocirc" - bezeichnen sie Operation als "Menschenrechtsverletzung". Bei einer Phimose plädieren sie für Dehnungen. Der deutsche "Nocirc"-Vertreter, Frank Tschuschke, sagt: "Weibliche Beschneidung wird zum Glück oft angeprangert. Da denkt man an Afrika, rostige Klingen und Schmerz." Doch er findet, auch Männern werde bei einer Beschneidung körperliche Unversehrtheit und sexuelle Sensibilität geraubt.

Gregor Tholl/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.