Was beim Sex im Körper passiert

Das Liebesspiel ist so atemberaubend, dass uns kaum bewusst wird, wie komplex es ist. Erst das Zusammenspiel von Hormonen, Nerven, Drüsen, Gehirn und Geschlechtsorganen macht Sex zu einem Rausch.

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Im Durchschnitt hat der Deutsche 139 Mal im Jahr Sex©

Ein intensiver Blick, ein verführerischer Duft, ein sinnlicher Gedanke - wenn wir verliebt sind, genügen oft schon einfache Reize, um unseren Körper auf Touren zu bringen: Dann steigen schlagartig Blutdruck und Puls, die Pupillen weiten sich, die Knie werden weich, das Herz hämmert. Innerhalb von Sekunden staut sich beim Liebesspiel Blut in den Geschlechtsorganen, lässt sie anschwellen, bis die körperliche Erregung den Höhepunkt erreicht - und sich plötzlich im Orgasmus entlädt.

Das Hochgefühl, das er hinterlässt, ist so großartig, dass es nach Wiederholung verlangt: Im Durchschnitt hat der Deutsche 139 Mal im Jahr Sex, zeigte eine Studie 2008. Und etliche Männer und Frauen wünschen sich noch mehr.

Dass das so ist, verdanken wir einer Vielzahl von Faktoren. Eine wichtige Rolle spielen Hormone. Sie sorgen nicht nur für die Ei- und Spermienproduktion. Die Botenstoffe steigern auch die Begierde, verstärken das Lustempfinden, stimmen uns euphorisch und bereiten den kompletten Organismus auf die Vereinigung vor.

Ebenso wichtig sind die Nervenbahnen, die Reize und Signale von Augen, Nase, Zunge, Lippen, Haut, Penis und Klitoris ans Gehirn weiterleiten. Im Kopf werden die Signale bewertet und in ein Gefühl der sexuellen Erregung übersetzt.

Auf dem umgekehrten Weg gibt das Nervensystem binnen Millisekunden an den Körper den Befehl, sich für den großen Einsatz zu rüsten. Ein Set von Nervensträngen erhöht die Atemrate und beschleunigt den Herzschlag, andere sorgen dafür, dass die Vagina feucht oder der Penis steif wird. Hier kommen auch verschiedene Drüsen und Schleim produzierende Zellen ins Spiel, die etwa die Samenflüssigkeit liefern oder spezielle Duftstoffe - so genannte Pheromone - bilden.

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