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Sex-Tipps, die wirklich helfen: So werden Sie richtig gut im Bett

Dass es weder auf "Wie oft?" noch auf "Wie war ich?" ankommt, dürfte jedem klar sein. Aber wissen Sie auch, warum Männer ihren Beckenboden trainieren sollten? Fünf Tipps für besseren Sex.

Nähe, Offenheit, Kommunikation - die wichtigsten Sex-Skills sind psychologischer Natur. Erotik ist eben Kopfsache.

Nähe, Offenheit, Kommunikation - die wichtigsten Sex-Skills sind psychologischer Natur. Erotik ist eben Kopfsache.

Sex ist nicht nur ein heißes, sondern oft auch ein heikles Thema. Natürlich gibt es kein Standardrezept für genussvollen Geschlechtsverkehr, denn der ist so individuell wie die Menschen, die ihn haben. Aber wenn Sie ein paar Dinge beachten, dann lässt sich das sexuelle Vergnügen durchaus steigern. Die Sexualtherapeutin, Autorin und Fachärztin für Gynäkologie Dr. Verena Breitenbach (47, "Weibliche Lust ohne Tabus") verrät, wie Sie richtig gut im Bett werden.

1. Entdecken Sie Ihre eigenen Bedürfnisse. Und stehen Sie dazu

"Wichtig ist, das zu tun, was man wirklich möchte und sich keinem Diktat zu unterwerfen. Man sollte in sich reinhören und sich fragen: Was will ich wirklich?", erklärt die Sexualtherapeutin. Im Klartext: Sie stehen vielleicht auf Sex im Freien oder doch eher im Umzugskarton? Erforschen Sie Ihre Begierden. Wer, wenn nicht Sie?

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2. Akzeptieren Sie sich so, wie Sie sind

"Gerade Frauen haben häufig ein Problem mit Selbstakzeptanz und Selbstliebe", so Dr. Breitenbach. "Wenn man jedoch zu sich steht und die Ausstrahlung 'Ich mag mich' hat - dann wirkt das unglaublich anziehend und die Figur ist vollkommen egal." Erfahrungsgemäß sind es Menschen mit einer gesunden Portion Gelassenheit, die ihre Sexualität rundum genießen. Weil sie dabei nicht an Pölsterchen und Performance denken.

3. Reden Sie darüber

Sie haben diese eine, ganz bestimmte Fantasie? Dann verraten Sie sie Ihrem Partner. "Kommunikation ist wichtig", sagt die Sexualtherapeutin. Nur: Wie bringt man seinem Partner bei, wovon man heimlich träumt? Dr. Breitenbach: "Am Besten in einer entspannten Atmosphäre, beim Candle-Light-Dinner oder wenn man gemütlich zusammensitzt. Sagen Sie: 'Mir geht schon länger was durch den Kopf, ich habe da einen Wunsch.' Man kann es auch scherzhaft verpacken, zum Beispiel, wenn man etwas im Fernsehen oder in einer Zeitschrift sieht. Man spürt intuitiv, wann ein geeigneter Moment gekommen ist." Das ist zwar nicht wirklich neu, fällt aber vielen Menschen auch im Zeitalter vermeintlicher sexueller Freizügigkeit häufig noch immer schwer. Oft hat man Verlustängste und Angst vor Zurückweisung. Aber meistens ist genau das Gegenteil der Fall. "Wenn die Beziehung an sich stimmt, dann scheitert sie ganz sicher auch nicht an der Äußerung sexueller Wünsche."

4. Trainieren Sie Ihren Beckenboden

Wer eine starke Beckenbodenmuskulatur hat, empfindet laut Verena Breitenbach intensiver. "Als Frau spüren Sie mehr, können den Penis besser umfassen. Das steigert die Lust bei beiden. Der Beckenboden ist lange unterschätzt worden." Das gilt übrigens gleichermaßen für Männer. "Ein gut trainierter Beckenboden hilft zum Beispiel dabei, die Ejakulation hinauszuzögern." Auch die Atmung kann wichtig sein. "Atmen Sie ganz tief in den Beckenraum. Das hilft bei der Entspannung und sorgt für gute Durchblutung. Die Lust wird größer." Es muss ja nicht gleich Tantra sein.

Mythos Beckenboden


5. Geben Sie nichts auf Sex-Mythen

G-Punkt, Squirting, anale Prostata-Stimulation - schon oft wurde DIE ultimative Sex-Praktik, DIE neue Erkenntnis, DAS absolute Must-do verkündet. Aber nicht alles passt zu und klappt bei jedem Menschen. Und nicht alles stimmt. Verena Breitenbach: "Beim G-Punkt scheiden sich die Geister. Ich glaube zwar schon, dass es ihn gibt - aber eben nicht bei allen Frauen."

Ganz grundsätzlich lässt sich sagen: Machen Sie Erotik zu einem Teil Ihres Lebens. "Sich einfach mal in Tagträume hineinfallen lassen, Fantasien entwickeln und das Kopfkino anwerfen." Das hilft dabei, locker zu werden. Und ohne Lockerheit geht im Bett wenig. Das weiß auch Dr. Verena Breitenbach: "Wir behandeln Sexualität oft wie ein Sakrileg. Dabei ist es etwas Schönes, etwas Spielerisches."

Gut ist, was Spaß macht. In diesem Sinne: Ab auf die Spielwiese.

jbw
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