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Aufstand der Haut

Durch UV-Strahlung der Sonne können sich Hautzellen so verändern, dass ein Plattenepithelkarzinom entsteht. Es lässt sich, sofern es früh erkannt wird, sehr gut heilen. Allerdings können Narben zurückbleiben. Und manche Therapien sind recht schmerzhaft.

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Männer leiden häufiger unter einem Plattenepithelkarzinom.© Picture-Alliance/DPA

Wären wir alle vernünftig, verzichteten wir auf Sonnenbäder. Aber wer denkt schon immer an Risiken und Nebenwirkungen, wenn Strand und Meer locken? Dennoch: Ein Sonnenbrand schadet der Haut langfristig. Je mehr UV-Licht wir im Laufe unseres Lebens abbekommen, desto höher ist das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Vor allem helle Hauttypen sollten sorgfältig darauf achten, nicht zu viel Sonne zu tanken.

Nach dem Basalzellkarzinom kommt am zweithäufigsten das Plattenepithelkarzinom vor, das auch als Spinaliom oder Stachelzellkrebs bezeichnet wird. Diese Form des weißen Hautkrebses entsteht besonders an Stellen, die starker UV-Strahlung ausgesetzt sind. In Deutschland erkranken jedes Jahr sieben bis 16 von 100.000 Einwohnern an einem Plattenepithelkarzinom. Männer sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Im sonnigen Australien wird jedes Jahr sogar bei einem von 100 Männern Stachelzellkrebs diagnostiziert.

Die meisten Betroffenen sind über 70

Die Tumoren entstehen hauptsächlich im Gesicht, an den Ohren, auf dem Handrücken, an Hals oder den Armen - eben dort, wo viel Tageslicht hinkommt. Noch ist es so, dass die meisten Betroffenen bereits über 70 sind, wenn sich der Stachelzellkrebs zeigt. Oft haben sie dauerhaft sonnengeschädigte Haut, zum Beispiel, weil sie ihr Leben lang im Freien gearbeitet haben. Inzwischen erkranken jedoch auch immer mehr junge Menschen. Studien belegen, dass zwischen diesem Anstieg und dem Trend zu ganzjähriger Solariumsbräune ein Zusammenhang besteht.

Es gibt weitere Risikofaktoren: So können sich auf der Haut, insbesondere bei älteren Menschen, so genannte Sonnenwarzen bilden, auch aktinische Keratosen genannt. Diese Frühform des Krebses erhöht die Wahrscheinlichkeit, später einen bösartigen Tumor zu entwickeln. Fachleute vermuten, dass außerdem chemische Substanzen wie Arsen, Zigarettenrauch und Teer das Risiko ebenfalls steigern.

Besonders gefährdet sind Menschen, deren Immunsystem stark geschwächt ist oder unterdrückt wird, etwa nach einer Organtransplantation: Sie erkranken deutlich häufiger. Bei etwa einem Drittel dieser Betroffenen kommt es sogar zu den gefährlichen Tochtergeschwülsten oder Metastasen, die sonst eher selten auftreten.

Stachelzellen hüten die Haut

Stachelzellen sind fleißige Hüter der Haut, sie bilden die wichtigen schützenden Hornzellen der obersten Schicht. Werden diese Hornzellen jedoch geschädigt, was vor allem durch ein Übermaß an UV-B-Licht passiert, spielen sie verrückt. Sie fangen an, unkontrolliert zu wachsen und wandern womöglich in die darunter liegenden Hautschichten.

Wer auf sich achtet, erkennt die ersten Symptome vielleicht selbst: Das Vorstadium, die Sonnenwarze, ist meist rötlich, die Oberfläche rau. Später entsteht eine feste Hornkruste, die sich nicht abkratzen lässt. Falls Sie verdächtige Stellen an Ihrem Körper finden, gehen Sie unbedingt zu einem Hautarzt. Beruhigend zu wissen: Wenn der Stachelzellkrebs früh entdeckt wird, lässt er sich in fast allen Fällen vollständig heilen.

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