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Ratgeber Haut

Eine vielschichtige Schutzhülle

Haare und Nägel spüren Berührungen

Die Haut bildet auch Finger- und Fußnägel und Haare. Haare wärmen uns und nehmen Tastempfindungen wahr. Im Mutterleib ist der Körper des Ungeborenen noch mit einem Flaum bedeckt. Diese zarten Lanugohaare werden im achten Schwangerschaftsmonat abgestoßen. Nur zu früh geborene Kinder sind noch damit bedeckt. Außerdem gibt es noch das Vellushaar, eine feine Körperbehaarung. In der Pubertät wandeln sich diese Härchen: Jungen wächst ein Bart, und bei beiden Geschlechtern sprießen im Genitalbereich und in den Achselhöhlen Terminalhaare. So nennen Experten voll ausgebildete Haare, die länger, dicker und dunkler sind als das zarte Körperhaar.

Jedes Haar besteht aus dem Haarschaft, der aus der Haut herausragt, und der schräg in der Haut sitzenden Haarwurzel. Diese endet in der verdickten Haarzwiebel, die das Haar ernährt. Die Haarzwiebel bildet zusammen mit dem umgebenden Bindegewebe den Haarfollikel. Ein Kopfhaar wird bis zu sechs Jahre alt. Dann bildet die Haarzwiebel ein neues Haar, das das alte wegschiebt. Deshalb verliert der Mensch jeden Tag bis zu hundert Haare.

Nägel sind gewölbte, etwa einen halben Millimeter dicke Hornplatten. Sie bedecken das obere Ende von Fingern und Zehen und schützen sie. Zudem sind sie wichtig für das Tasten: Sie helfen zu registrieren, wenn Druck auf die obersten Finger- oder Zehenglieder ausgeübt wird. Nägel bestehen aus Hornschuppen, die wie Dachziegel angeordnet sind. Die Nagelplatte liegt auf dem Nagelbett. Von dort aus wächst der Nagel ständig nach. In jeden Haarfollikel mündet mindestens eine beerenförmige Talgdrüse. Der Talg aus diesen Drüsen tötet Keime ab. Zudem fettet er Haut und Haare ein, damit diese nicht austrocknen.

Drüsen produzieren Schweiß, Duft und Fett

In unserer Haut liegen Millionen Schweiß-, Duft- und Talgdrüsen. Schweißdrüsen umgeben die Haut mit einem Säureschutzmantel, der Bakterien abwehrt. Außerdem kühlt Schweiß, wenn er auf der Haut verdunstet.

Duftdrüsen finden sich in der Schamregion, den Achselhöhlen und im Bereich der Brustwarzen. In der Pubertät beginnen sie Duftstoffe zu produzieren, die für die Sexualität wichtig sind.

Wolfgang Schillings
Seite 1: Eine vielschichtige Schutzhülle
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