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Operation Parteiausschluss - Saar-AfD startet neu

Der Bundesvorstand der AfD hat nach stern-Informationen beschlossen, ein Parteiausschlussverfahren gegen die Ex-Landeschefs im Saarland, Dörr und Hecker, zu erwirken. Nicht die einzige Maßnahme, mit der die Parteispitze die Situation zu retten versucht.

Josef Dörr, Chef der AfD im Saarland

Josef Dörr war Chef der AfD im Saarland und hatte Kontakte zu Rechtsradikalen

Nach stern-Informationen hat der Bundesvorstand der AfD heute beschlossen, ein Parteiausschlussverfahren gegen Josef Dörr und Lutz Hecker zu erwirken, die beiden früheren Vorsitzenden der Saar-AfD. Vergangenen Donnerstag hatte der Bundesvorstand bereits den kompletten Landesverband Saar aufgelöst. Die Entscheidungen der Parteispitze in Berlin sind Reaktionen auf stern-Enthüllungen, die Anfang März Verbindungen der Parteispitze zu Rechtsextremisten zeigten.

Um die Parteiarbeit im Saarland fortsetzen zu können, hat der Bundesvorstand heute zudem eine "Aufbaugruppe Saarland" eingerichtet. Zu ihr zählen sogenannte Emissäre, nämlich der frühere Landesgeschäftsführer Olaf Vieweg und der frühere Vize-Landeschef Michael Schettle. Beide hatten sich gegen den Kurs von Josef Dörr gewandt, den mächtigen Ex-Landeschef aber nicht aufhalten können. Dritter Emissär ist der saarländische Rechtsanwalt Christian Wirth. Unterstützt werden die drei in ihrer Arbeit von Marc Tecquert und von Gustav Maurer.

"Aufklären und mitnehmen": Neustart für Saar-AfD

"Es geht jetzt daran, wieder normale Parteiarbeit zu ermöglichen", sagte Olaf Vieweg dem stern. "Zum anderen ist es wichtig, dass wir unsere Mitglieder aufklären und mitnehmen."  Viele in der Saar-AfD seien von der Dimension erstaunt gewesen, sagte Vieweg mit Blick auf die Kontakte der abgesetzten Landeschefs zu Rechtsextremisten.

Die entmachteten Josef Dörr und Lutz Hecker kämpfen unterdessen weiter. Dem Bundesschiedsgericht der AfD liegt eine Beschwerde gegen die Auflösung des AfD-Landesverbandes vor.

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