Ist Ihr Kind depressiv, sollte die Therapie in der Hand von ausgebildeten Kinderpsychiatern, Kinder- und Jugend-Psychotherapeutinnen oder von Kinderpsychologinnen liegen. Oft sind auch Sozialarbeiter und Sozialpädagogen in die Behandlung eingebunden. Als erste Anlaufstelle sind Erziehungs- und Familien-Beratungsstellen gut.
Ihr Kind kann nur gesund werden, wenn Sie mithelfen. Informieren Sie sich über die Krankheit und die Behandlungsmöglichkeiten. Tun Sie die Krankheit nicht als Phase ab, die sich auswächst - damit schaden Sie Ihrem Nachwuchs.
Hören Sie Ihrem Kind zu, sprechen Sie mit ihm, auch über seine Ängste und Sorgen. Fragen Sie ruhig nach, aber drängen Sie Ihr Kind nicht: Ein Verhör wäre nicht gut, es setzt Ihr Kind nur unter Druck und hilft nicht. Vermeiden Sie gut gemeinte Ratschläge oder Aufmunterungsversuche - sie helfen dem Kind nicht weiter. Nehmen Sie die Gefühle Ihres Kindes stattdessen ernst.
Sie sollten es als Hinweis verstehen, wenn Ihr Kind Selbstmordwünsche andeutet. Das könnte heißen: Ihre Tochter oder Ihr Sohn kann sich nicht vorstellen, so wie bisher weiterzuleben. Der Tod erscheint als einziger Ausweg aus der Misere. Oft ist ein Selbsttötungsversuch ein Hilfeschrei: Ihr Kind braucht mehr Zuwendung und Anerkennung.