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20. April 2010, 14:09 Uhr

Ungewisse Zukunft für 007

Nicht nur Fluggäste, auch James Bond muss sich erstmal in Geduld üben. Das 23. Kinoabenteuer des berühmtesten aller Agenten liegt auf Eis. Das völlig überschuldete Studio MGM hat die Produktion abgebrochen. Von Sophie Albers

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Wenn das Geld fehlt, kann auch 007 (Daniel Craig) nichts machen© AP Photo/Sony Pictures

Ausnahmsweise mal nicht die Aschewolke aus Island, sondern die gute alte Finanzkrise ist schuld daran, dass 007-Fans weiterhin auf das nächste Abenteuer des Agenten im Dienste Ihrer Majestät warten müssen.

"Wegen der anhaltenden Unsicherheit über die Zukunft von MGM [Metro-Goldwyn-Mayer, Anm.d.Red.] und dem gescheiterten Verkauf des Filmstudios haben wir die Entwicklung und Produktion von 'Bond 23' auf unbestimmte Zeit verschoben", gaben die langjährigen Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michal G. Wilson nun bekannt. Es sei weder absehbar, wann die Arbeit weitergehe, noch wann der Film überhaupt in die Kinos kommen könne. Zuletzt durfte der "neue" Bond-Darsteller Daniel Craig vor zwei Jahren in "Ein Quantum Trost" sich und die Welt retten

3,7 Milliarden Schulden

Eigentlich sollte der neue 007-Film 2011 in die Kinos kommen, spätestens 2012 zum 50. Jubiläum der Reihe. Noch im Juni waren die Drehbuchautoren benannt worden: Peter Morgan ("Frost/Nixon"), Neal Purvis und Robert Wade ("Casino Royale", "Ein Quantum Trost") versprachen eine interessante Mischung, wie auch der seit Januar als Regisseur gehandelte Sam Mendes ("American Beauty"). Doch nun ist der Geldhahn zu. Das Finanzgeschäft hat geschafft, wovon Dr. No sein Leben lang geträumt hat.

Laut der "Los Angeles Times" hat das Bond-Studio Schulden in Höhe von 3,7 Milliarden Dollar angehäuft. Gläubiger drängen deshalb auf einen Verkauf oder die komplette Neustrukturierung des 1924 gegründeten Unternehmens, das seit 2005 einer Gruppe von Finanzinvestoren und Medienunternehmen, unter anderem Sony und Comcast, gehört.

Allerdings sollte Dr. No sich nicht zu früh freuen. Immerhin geht es um die Über-Marke James Bond. Da wird sich sicher bald ein anderes Studio finden, um dem traditionell erfolgreichen Franchise auf die Sprünge und 007 zurück in die Schusslinie zu helfen.

Von Sophie Albers
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
sportartmakler (21.04.2010, 10:35 Uhr)
die letzten beiden bonds waren die besten,
gerade weil die rolle von bond endlich mal neu definiert wurde, weg vom ewigen gentleman
Katastrophenjunkie (20.04.2010, 23:28 Uhr)
das spendet mir jetzt...
"Ein Quantum Trost"
Dewerth (20.04.2010, 19:02 Uhr)
Ungewisse Zukunft für 007?
Es gibt sie also doch noch, die guten Nachrichten in dieser so schweren Zeit.
berlin79 (20.04.2010, 17:51 Uhr)
@arniston
Sie verwechseln das wohl eher mit Ihrem Beitrag...

---

Ein anderes Studio oder ein anderer Finanzinvestor wird sich sicher schnell finden. Die Bond Filme kann man ja durchaus als sichere Geldeinnahme sehen. Einfach abwarten...
arniston (20.04.2010, 17:23 Uhr)
gäähhhnn
der neue james bond 007 film wurde im kindergarten getestet, resultat 65 % der kinder sin eingeschlafen, gäähhhnn
Staudenmaier007 (20.04.2010, 17:23 Uhr)
@AttaTroll
Muß Ihnen ja auch nicht gefallen - ich stehe ja auch nicht auf Eintopf und genau aus diesem Grunde kann/muss es aber nicht auch Bond sein. Für Kenner der Reihe ist zudem ein explizider Unterschied zwischen dem Bond wie in einst Sean Connery - Rodger Moore oder derzeit Daniel Craig spielt.
AttaTroll (20.04.2010, 16:33 Uhr)
Gähn!
Was mich betrifft, so braucht es keine neuen James-Bond-Filme mehr zu geben. Vom Inhalt dieser Streifen bin ich eher geschüttelt als gerührt. - Ist doch seit 49 Folgen der gleiche Schwachsinn: Irgendein Irrer versucht, die Welt zu beherrschen, Mr. Bond vernascht ein paar Gespielinnen - dazwischen jede Menge Computertricks und Stunteinlagen - und nicht zu vergessen: jede Menge Product-Placement - vom Auto bis zur Armbanduhr.... Nein, danke!
2laky (20.04.2010, 16:32 Uhr)
Trotz passendem Globalen Angstthema!
Obwohl Bond in den letzten beiden Filmen seine intelligenten technischen Helferlein abgelegt hatte und sich zum mukelbepakten Neandertaler reduziert hat, war schon lange keine so aktuelle globale Bedrohungslage mehr greifbar wie im Moment. Hätte gerne einen Bond-Schurken gesehen, der sich mit Hilfe von Hochfinanzmitteln und Börsenmarktmanipulationen die Weltherrschaft erarbeiten möchte. Aber Craig, der Bond vorallem als Geheimdienst-Supersoldaten darstellt, kann der Figur in dieser Umgebung wohl kaum die nötigen Softskills glaubhaft verleihen, um ein Kräftemessen mit einem Master-MIND wie Dr. No und ähnlichen zu inszenieren.
netter_fahrer (20.04.2010, 15:42 Uhr)
Ja, schade...
...wenn Bond, James Bond nicht wieder einmal die Welt retten könnte. Und dabei wieder mehr Augenzwinkern und nicht so arg ruppig, mehr Nicht-alles-so-ernst-nehmen zeigen würde wie bei den letzten beiden Bonds. Bei denen habe ich die "Seele" der alten Bondfilme vermisst - hätten sie "Die Rache des Agenten" oder so geheißen, ohne den Namen Bond zu verwenden, keiner hätt's gemerkt, wären einfach nur knallige Actionfilme gewesen!
hessenhenner (20.04.2010, 15:31 Uhr)
Wäre schade
Es wäre schade wenn diese Erfolgsreihe jetzt am Geld scheitert, bisher hat so glaube ich jeder Bond Film sein Geld wieder reingeholt. Ich Persönlich fand den letzten Bond als einen der besten Casino Royal!
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