Selbst ist der Fan - dank Crowdfunding

14. März 2013, 15:46 Uhr

Fast sechs Jahre nach dem Ende der beliebten Serie "Veronica Mars" haben Fans in sehr kurzer Zeit Millionen gesammelt, um einen Film zu verwirklichen. Zur Verblüffung des Studios.

Kristen Bell, Veronica Mars, Rob Thomas, Crowd funding, Kickstarter, Warner

Kristen Bell ist bald wieder als Veronica Mars unterwegs©

"Veronica Mars" hat viele Freunde, denen das TV-Serienende der Highschool-Ermittlerin vor fast sechs Jahren sehr nah ging. Immer wieder hatte es den Hoffnungsschimmer gegeben, dass ein Film zustandekommen werde - doch die verblassten immer wieder schnell. Das zuständige Studio Warner Bros. glaubte, die Fanbase sei nicht groß genug, damit eine Kinoversion des Fernseherfolges sich lohnen würde. Wie sehr die Zuständigen sich geirrt haben, zeigt das "Veronica Mars"-Projekt auf der Crowdfunding-Website Kickstarter. Mehr als zwei Millionen Dollar sind bereits eingegangen, um den Film ohne Studio zu drehen.

"Veronica Mars"-Erfinder Rob Thomas und Hauptdarstellerin Kristen Bell haben die Sache selbst in die Hand genommen und über Kickstarter ihre Fans um Unterstützung gebeten. Mit beeindruckendem Erfolg: Gerade mal zwölf Stunden, nachdem der Aufruf online ging, waren bereits 100.000 Dollar zusammengekommen. Das Ziel waren zwei Millionen Dollar bis zum 12. April. Heute sind es bereits 2,6 Millionen Dollar.

Dank an die Fans

Bell hat sich sogleich bei ihren treuen Fans bedankt: Sie sei die "glücklichste Blondine" der Welt. Sie hätten so lange gewartet und davon geträumt, dass dieser Film Wirklichkeit werde, und nun passiere es "wegen EURES Engagements, EURES Durchhaltevermögens".

"Veronica Mars" erzählt auf lustig-böse Art von einer Schülerin, die in die Fußstapfen ihres Detektiv-Vaters tritt. Ein bisschen wie "Buffy" ohne Monster - beziehungsweise sieht man den Monstern das Monstersein nicht sofort an. Im Kinofilm soll es unter anderem um die berühmt-berüchtigte Highschool-Reunion gehen.

Warner Bros. zeigt sich begeistert und hat versprochen, das Marketing, den Verleih und einen Kinostart im kleinen Rahmen möglich zu machen, berichtet "Wired". Und der "Hollywood Reporter" zeigt am Ende seines Artikels ein wunderbares Funding-Video mit allen Beteiligten.

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