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An Neujahr wird geknallt

Kawumm! Die ARD startet mit einem echten Kracher ins neue Jahr. Der Schweiger-"Tatort" fährt das volle Gedeck auf, um die silvestermüden Zuschauer wach zu halten.

Schweiger Tatort

Nick Tschiller (Til Schweiger, Mitte) will den Clanchef Firat Astan (Erdal Yildiz, r.) gegen seine Familie austauschen.

Til Schweiger hat im zurückliegenden Jahr mit seinen öffentlichen Einlassungen zur Flüchtlingspolitik so stark die Schlagzeilen bestimmt, man hätte fast vergessen, dass er eigentlich Schauspieler und Filmemacher ist. Die nun für den Neujahrsabend terminierte Folge "Der große Schmerz" ist der Auftakt eines Zweiteilers, der ursprünglich Ende November ausgestrahlt werden sollte, der aber "aus Respekt vor den Opfern der grausamen Anschläge von Paris" verschoben wurde, wie der NDR damals begründete.

Schweiger hatte sich über die Verschiebung sehr geärgert, doch der Tag nach Silvester ist perfekt geeignet für diesen knallharten Thriller: Wer bei diesem Film einschläft, wird 2016 wenig mitbekommen.

Helene Fischer als eiskalte Killerin

Es geht gleich rasant los. Bei einer Razzia stoßen Nick Tschiller (Schweiger) und sein Kollege  Yalcin Gümer (Fahri Yardim) auf eine rätselhafte Frau, die Tschiller mit einem gezielten Schuss das Leben rettet. Kurz darauf ist sie verschwunden.

Gespielt wird die Frau von Helene Fischer, die in ihrer ersten großen Fernsehrolle (2013 hatte sie schon einmal eine kleinen Auftritt im "Traumschiff") eine gute Figur macht. Mit dunkler Perücke, grünen Augen, eingefrorener Miene und hartem russischen Akzent verkörpert sie die eiskalte Killerin Leyla erschreckend glaubwürdig.

In der Zwickmühle

Im Mittelpunkt dieser Folge steht wie schon in den vorherigen Folgen Firat Astan. Der Mafia-Boss sitzt in Hamburg hinter Gittern und soll in Kürze nach München verlegt werden. Doch der hat ganz andere Pläne: Astan hat Tschillers Frau und Tochter entführen lassen. Sie kommen nur dann frei, wenn ihm Tschiller zur Flucht verhilft.

Damit sitzt der Ermittler in einer üblen Zwickmühle: Soll er seinen Todfeind laufen lassen, um seine Liebsten zu retten? 

Es ist ein packender Thriller, der sich hier Bahn bricht. Denn der LKA-Kommissar heckt einen Fluchtplan aus, der am Ende nicht nur die Zuschauer überrascht. Gleichzeitig macht sich sein Kollege Gümer auf eigene Faust auf die Suche - mit unkalkulierbaren Konsequenzen.

"Der große Schmerz" ist der ideale Film für Neujahr - er injiziert den silvestermüden Zuschauern eine ordentliche Portion Adrenalin.

Und wer nach 90 Minuten wissen will wie's weitergeht, muss sich nur zwei Tage gedulden: Am 3. Januar sendet die ARD den Nachfolger: "Fegefeuer".

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