Eier, Lothar braucht Eier

24. Juni 2012, 08:29 Uhr

Lothar Matthäus scheitert am Rührei und schickt deshalb Lebensabschnittsgefährtin Joanna zum Kochkurs. Noch härter trifft es nur Bushido. Der hat beim Idiotentest die Wahl zwischen Hupen und Hubraum. Von Stefan Mielchen

Lothar Matthäus, Kate Middleton, Prinz William, Claudia Effenberg

Sie brät ihm gerne was auf: Lothar Matthäus und Freundin Joanna©

Das Fußballfieber grassiert weiter in Europa, und da will auch der Qualitätssender Vox seinem anspruchsvollen Publikum etwas Besonderes bieten. Mitten in der EM startet dort die neue Dokusoap mit Weltfußballer Lothar Matthäus: "Immer am Ball". In sechs mal 45 Minuten katzenbergert sich der 51-Jährige von einer Peinlichkeit zur nächsten. Es muss Jahre gedauert haben, das Material zusammenzubekommen, denn Lothars liebster Satz bei den Dreharbeiten lautet: "Können wir das mal ausmachen?" Wenn die Kamera läuft, geschieht allerdings Weltbewegendes. Da beschwert sich Matthäus darüber, dass Lebensabschnittsgefährtin Joanna zu viel Unterwäsche trägt und scheitert an der Zubereitung eines Rühreis. Konsequenterweise schickt er daann sie zum Kochkurs. Bei Alfons Schuhbeck empfiehlt sich das Model gleich für höhere Aufgaben, nachdem sie Salatblätter richtig auf einen Teller drapiert hat: "Jetzt gehst Du in die Küche und kochst mir was", bestimmt Loddar, der den Begriff Frauenbewegung allenfalls aus der Horizontalen zu kennen scheint.

Doch dafür gibt es ja auch andere Expertinnen. Die notorische Claudia Effenberg wollte auch mal wieder in der Zeitung stehen und klagte daher der Illustrierten "In" passend zur EM ihr Leid: "Als Spielerfrau ist man häufig allein", sagte die 46-Jährige - wofür man in ihrem Fall mehr Verständnis als Mitleid aufbringt. "Eine Beziehung mit einem Profifußballer ist nichts für eifersüchtige Gemüter", betonte Frau Effe. Die Groupies seien eine nervliche Herausforderung. Das mag stimmen, aber auch hier gilt: Wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, weisen drei auf einen selbst zurück.

Kein Frischfleisch für Mike Tyson

Dass Sportler auch anders können, beweist Ex-Boxer Mike Tyson auf eindrucksvolle Weise: Der 45-Jährige ist neuerdings Veganer. In seinem Fall heißt das konkret: keine Nutten, keine Drogen, kein Alkohol. "Ich war ein Jäger", sagte der frühere Schwergewichtsweltmeister dem US-Sender NBC, doch die Zeiten des täglichen Frischfleischs sind vorbei. Tyson hat seine Ernährung komplett umgestellt. Besser so, seinen Titelkampf 1986 hatte er schließlich unter erschwerten Bedingungen geführt: "Ich erinnere mich noch, dass ich Tripper hatte. Ich muss vor dem Kampf bei einer Prostituierten gewesen sein. Es hat gebrannt wie die Juli-Sonne." Nach drei schattigen Jahren im Knast scheint der Champ nun geläutert: Ab sofort gibt's nur noch junges Gemüse.

Apropos Balzrituale: Es soll ja Menschen geben, die aus dem Protzfaktor eines Autos Rückschlüsse auf die Genitalgröße seines Besitzers ziehen. Wenn es danach geht, ist Rüpel-Rapper Bushido ein Mann der kleinen Vorzüge: Der von ihm gefahrene Mercedes CL ist selbstredend fett getunt. Das leuchtet ein, denn "ich fahre gerne, gerne schnell", wie der 33-Jährige in dieser Woche betonte. "Einmal war ich 132 Stundenkilometer zu schnell", gab er den Schupos der "Bild"-Zeitung zu Protokoll. Dass er gegenüber nervigen Linksfahrern oder dienstbeflissenen Politessen auch verbal ganz fix von null auf hundert ist, versteht sich da von selbst. Doch mit 27 Punkten in Flensburg ist der Lappen weg und kommt so schnell auch nicht wieder. Damit der Benz nicht final aufgebockt werden muss und Bushido sein Geschoss bald wieder ausfahren darf, musste sich der Sänger nun erst einmal sieben Stunden lang mit einer Psychologin über seine Fahrkünste austauschen. Ob Hupen oder Hubraum, Sorgen muss man sich nicht machen: Den Idiotentest besteht einer wie er mit links.

Kate Middleton gibt Gummi

Auch bei Königs war in dieser Woche wieder mächtig was los: Prinz William feierte seinen 30. Geburtstag und erhielt ein besonderes Geschenk: das Vermögen seiner verstorbenen Mutter Diana, das bislang unter Verschluss gehalten wurde. 13 Millionen Pfund sollen auf dem Überweisungsträger notiert gewesen sein, eine Party gab's trotzdem nicht. William ging zur Arbeit, Gattin Kate tat auch so als ob. Sie besuchte ein Outdoor-Camp für sozial benachteiligte Grundschüler, die bei bestem britischen Wetter unter Zeltplanen im Unterholz kauern und Stockbrot mümmeln mussten. Um den Kindern aus ärmsten Verhältnissen nicht zu dicke zu kommen, gab sich die Herzogin bodenständig und erschien stilbewusst in Gummistiefeln - das Paar zu 370 Euro. Immerhin hatte sie die Preisschilder vorher abknibbeln lassen.

War sonst noch was? Na klar: James Bond-Legende Roger Moore wird neuerdings nachts geschüttelt und rührt damit das Publikum: Der 84-Jährige träumt schlecht und schlägt in bester 007-Manier nachts um sich. Zuletzt will er im Auftrag Ihrer Majestät sogar aus dem Bett gefallen sein. "Meine Frau Kristina fand mich blutend auf dem Boden", berichtete er dem "Zeit-Magazin", nachdem er nachts mal wieder raus musste. Gleichwohl mutet es seltsam an, dass Moore von der Matratze direkt auf die Platte eines Glastisches gefallen sein will. Da dürfte wohl eher der ein oder andere Martini eine Rolle gespielt haben. So oder so: Moore sollte allmählich über die Anschaffung eines Gitterbettes nachdenken, sonst träumt er schon bald seine letzte Bond-Geschichte. Und die hieß bekanntlich "Im Angesicht des Todes".

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