Er machte als Mr. Universum, Terminator und "Gouvernator" Karriere, mit 65 könnte er sich zur Ruhe setzen - doch davon ist Arnold Schwarzenegger weit entfernt. Er meldet sich als Action-Star zurück.

Nach Ehe-Aus wieder Action: Arnold Schwarzenegger wird 65© David Muang/DPA
Seit zehn Jahren hat er eine künstliche Hüfte, schon vor 15 Jahren gab es eine neue Herzklappe. Auch die Muskelpakete des früheren Mr. Universum sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Doch Arnold Schwarzenegger, der am 30. Juli 65 Jahre alt wird, setzt mit breitem Siegerlächeln unbeirrt auf sein Actionheld-Image.
"I'm back", trumpfte er Mitte Juli vor 6000 jubelnden Fans bei der Comic-Con-Filmmesse im kalifornischen San Diego auf. Dort stellte der frühere "Terminator" mit seinem 66-jährigen Kumpel Sylvester Stallone ihren neuen Film "The Expendables 2" vor. Der deutsche Kinostart des Action-Spektakels um eine Gruppe von Elitesöldnern ist für den 30. August geplant.
Hollywoods früherer Superstar stellte gleich noch eine Fortsetzung der Zwillings-Komödie "Twins" mit dem Titel "Triplets" (Drillinge) in Aussicht. "Das wäre einfach lustig", sagte Schwarzenegger über seine geplante Rückkehr zum Komödien-Genre. Er habe tatsächlich "eine lustige Seite", beteuerte der gebürtige Österreicher.
Dabei ging es in der letzten Zeit in Arnies Leben überhaupt nicht lustig zu. Im vorigen Jahr war die Glamour-Ehe von Hollywoods ungleichem Paar - dem Republikaner und Ex-Bodybuilder und der liberalen Kennedy-Nichte Maria Shriver - spektakulär geplatzt. Im April 2011 hatten die vierfachen Eltern noch Silberne Hochzeit gefeiert, im Juli reichte Shriver die Scheidung ein. Zuvor ließ Schwarzenegger die Bombe platzen: öffentlich gestand er eine Affäre mit einer früheren Hausangestellten, sie ist die Mutter seines jetzt 14 Jahre alten, nichtehelichen Sohnes. Genauso alt wie der jüngste Sprössling von Schwarzenegger und Shriver.
Auch der Abgang des "Governators" von der politischen Bühne war unrühmlich. Als Schwarzenegger im Januar 2011 nach sieben Jahren als Gouverneur von Kalifornien abtrat, hagelte es schlechte Noten. Seinem Nachfolger Jerry Brown hinterließ er ein Milliardendefizit. Das Versprechen, wie ein Action-Held in der Regierung "aufzuräumen", konnte er nicht halten. Punkte sammelte Schwarzenegger lediglich als grüner Politiker. Als Verfechter drastischer Maßnahmen zur Senkung der schädlichen Treibhausgas-Emissionen preschte er durch die Welt.
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