Livekonzert auf der Leinwand
BTS-Comeback: Fans feiern Welttournee auch im Kino

Kino statt Konzertsaal: Fans in Berlin feierten auf bequemen Sesseln. Foto: Carsten Koall/dpa
Kino statt Konzertsaal: Fans in Berlin feierten auf bequemen Sesseln. Foto
© Carsten Koall/dpa
Nach jahrelanger Pause ist die koreanische Boyband BTS wieder auf Welttournee. Für Fans, die keine Tickets ergattern konnten, gibt es eine Alternative: die Kinoleinwand.

Die koreanische Boyband BTS hat eine große Show in ihrem Heimatland Südkorea gespielt - und Fans auf der ganzen Welt sind live dabei gewesen: vor der Kinoleinwand im jeweiligen Land. Das Konzert, das erst live und später als Aufzeichnung in voller Länge zu erleben war, ist Teil der Welttournee "Arirang" zum gleichnamigen aktuellen Album der Boyband.

In Berlin zog es am Samstag Fans in ein Kino am Potsdamer Platz - dort war der Saal gut besucht. Statt zu tanzen, saßen die Anhänger in bequemen Sesseln.

Kino-Erlebnis ist günstiger 

Das Kino-Konzerterlebnis ist deutlich günstiger als die anstehenden Live-Shows: Je nach Kino, Platzwahl und möglichen Ermäßigungen kosteten die Karten zwischen 20 und 30 Euro. Die Ticketpreise für die ausverkauften Shows in der Münchner Allianz Arena im Juli lagen zwischen rund 90 und 280 Euro. 

Insgesamt umfasst die Welttournee laut offizieller Webseite 82 Konzerte in 34 Städten. Den Auftakt gab die bekannteste K-Pop-Band der Welt im historischen Gyeongbokgung-Palast in Seoul am Donnerstag. Fans und Schaulustige konnten das Konzert auf der Streaming-Plattform Netflix verfolgen. 

Nach Militärdienst zurück auf der Weltbühne

Die sieben Mitglieder der Band haben der südkoreanischen Popmusik seit ihrem Debüt 2013 endgültig zum globalen Durchbruch verholfen. Ihre 2020 erschienene Hitsingle "Dynamite" erreichte allein auf YouTube innerhalb von 24 Stunden über 100 Millionen Aufrufe. Zudem ist BTS die erste K-Pop-Band, die den ersten Platz der Billboard Hot 100 erreicht hat. Mehr als 20 Einträge lassen sich im Guinnessbuch der Rekorde zu BTS finden.

Bis es auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs ruhig um die Band wurde, denn durch den in ihrem Heimatland für jeden männlichen Staatsbürger verpflichtenden Militärdienst mussten die Jungs eine Pause einlegen. Im Dezember 2022 trat Sänger Jin seinen Wehrdienst an, später folgten ihm die restlichen Bandmitglieder. Einer von ihnen, der 33-jährige Rapper Suga, diente in einer sozialen Einrichtung statt bei der Armee – in Ausnahmefällen ist dies in Südkorea gestattet. 

Rund um die sieben Südkoreaner hat sich eine besonders treue Fangemeinschaft gebildet. Wegen ihrer Loyalität nennen sich die Anhänger der Band "Army". Das Fan-Netzwerk ist in dutzenden Ländern auf allen Kontinenten aktiv und organisiert sich oftmals auch zivilgesellschaftlich. So ist die BTS-"Army" dafür bekannt, Wohltätigkeitskampagnen zu organisieren oder soziale Projekte zu unterstützen.

dpa

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