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7. Oktober 2008, 14:04 Uhr

Madonna liebt keine Verlierer

Bei all den Negativschlagzeilen von der New Yorker Börse sorgen erneute Spekulationen um Madonnas Liebesleben für willkommene Abwechslung. Hat sie nun oder hat sie nicht - eine Affäre mit dem Baseball-Spieler Alex Rodriguez? Von Ulrike von Bülow, New York

Gespannt bis in die Fingerspitzen: Madonna bei ihrem Auftritt im New Yorker Madison Square Garden© Kathy Willens/AP

Vor wenigen Tagen richtete die "New York Post" mal wieder ein paar Worte an Guy Ritchie: "Komm' besser nach New York, um Alex Rodriguez von deiner Frau fernzuhalten", schrieb das Boulevard-Blatt, denn Alex Rodriguez, Baseball-Spieler der New York Yankees, habe "in der vergangenen Woche nicht nur mit Madonna zu Abend gegessen" - nein, Mr. Rodriguez sei auch noch zu Mrs. Ritchies Apartment am Central Park West kutschiert worden, und zwar von ihrem Fahrer.

Der arme Guy Ritchie! Kaum ist seine Gattin zurück in New York City, beginnt das Theater von vorn: Madonna und der Baseball-Spieler, die Geschichte gab es ja schon einmal - im Sommer. Damals war Madonna in der Stadt, um sich auf ihre Welt-Tournee vorzubereiten; die Pop-Königin studierte mit ihren Tänzern all die hübschen Schritte ein, die sie nun im Madison Square Garden vorführt, denn Madonna hält in dieser Woche Hof in Manhattan: Sie gibt vier Konzerte, allesamt ausverkauft. Und die Frage bei ihrer Premiere am Montag Abend war natürlich: Sitzt Alex Rodriguez im Publikum, ihr angeblicher Lover?

Madonna, hier "Her Madgesty" genannt, regierte im Juli die Schlagzeilen: Hatte sie etwas mit Rodriguez? Und er etwas mit ihr? Oder war das Ganze nur ein PR-Spaß? Ihre Ehe sei am Ende, schrieben die bunten Blättchen, und schon damals riefen sie nach Guy Ritchie, der im fernen London weilte. Dann schluchzte Rodriguez' Gattin Cynthia, Madonna habe ihren Mann einer Gehirnwäsche unterzogen, und Mr. Ritchie reiste nach New York. Kaum hatte er genervt in die Kameras der Paparazzi geguckt, hieß es bereits: Madonnas Ehe IST am Ende! Die Ritchies ließen dementieren, dann kehrte Madonna nach London zurück, um ihren 50. Geburtstag zu feiern, Guy schmiss die Party, danach begann sie in Wales ihre große Tournee. Und zog fortan durch Europa.

Derweil einigte Alex Rodriguez, hier "A-Rod" genannt, sich mit Cynthia, hier besser bekannt als "C-Rod", auf die Scheidung, was aber nicht zwangsläufig etwas mit Madonna zu tun haben musste, denn A-Rod galt nie als besonders treuer Kerl. Er galt nur als der am meisten überbezahlte Baseball-Spieler der Welt - Rodriguez verdient 27 Millionen Dollar im Jahr, er ist der Homerun-König der Yankees, aber er traf immer nur, wenn es nicht darauf an kam, also bevor die Play-Off-Zeit begann.

In dieser Saison traf er nicht einmal dann. A-Rod fiel nur abseits des Spielfeldes auf, durch seine angebliche Liaison mit Madonna, die er nächtens in ihrem New Yorker Apartment aufgesucht haben soll - und zum ersten Mal seit 1993 finden die Play-Offs der Major League Baseball nun ohne die berühmten New York Yankees statt. Es war also nicht auszuschließen, dass Madonna im Madison Square Garden nun auf einen Baseballer im Urlaub treffen würde, aber man konnte am Montag noch so mit dem Fernglas Ausschau nach ihm halten - A-Rod war nicht zu sehen.

Es hieß, Madonna habe sich für ihre Auftritte in New York bereits ein paar Yankee-Trikots bestellt, mit Rodriguez' Nummer darauf, der 13, jedoch: Madonna wechselt gern ihre Outfits, und wie üblich trug sie vieles auf der Bühne - nur kein Yankee-Trikot. Am schönsten sah sie aus, als sie mit einem Springseil durch die Gegend hüpfte, Haarspangen, Kniestrümpfe und ein rotes Sporthöschen tragend - Madonna wirkte vergnügt wie ein Mädchen in der Sandkiste. "Get Into The Groove", sang sie, dann rief sie: "New York, mach' ein bisschen Lärm! Ich brauche eure Liebe, ich will euch hören!" Der Madison Square Garden lärmte und tanzte und jubelte, selten war es hier so laut wie an diesem Abend; die Amerikaner sind seltsam reserviert, sie bleiben bei den tollsten Konzerten sitzen, am Montag aber liebten sie Madonna. Die ließ dementieren, Alex Rodriguez in diesen Tagen in New York getroffen zu haben. Warum sollte sie auch mit einem Verlierer essen gehen?

Von Ulrike von Bülow, New York
 
 
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