20. Juni 2012, 08:00 Uhr

Johnny Depp ist wieder solo

Seit Monaten pfeifen es die Spatzen von den Dächern. Nun konnte auch der Sprecher von Johnny Depp die Trennung seines Klienten nicht länger geheim halten: Die Beziehung zu Vanessa Paradis ist nach 14 Jahren zerbrochen. Von Frank Siering, Los Angeles

Angeblich hatten sie bis zum Schluss versucht, ihre Beziehung zu retten. Gemeinsame Ehetherapie, intensive Krisengespräche. Doch am Ende blieb nur eine Erkenntnis: Es ist aus! Johnny Depp, 49, und Vanessa Paradis, 39, haben sich nach 14 Jahren und zwei gemeinsamen Kindern getrennt. Am gestrigen Dienstagnachmittag bestätigte Depps Sprecherin die Trennung gegenüber "Entertainment Tonight" endlich auch offiziell. "Bitte respektieren sie die Privatsphäre der beiden und noch viel wichtiger, die Privatsphäre der Kinder", heißt es in einer Erklärung.

Schon seit Monaten kriselte es bei Depp und Paradis, die in dieser Woche beim französischen Cobourg Festival ihren neuen Film "Je Me Suis Fait Tout Petit" vorstellt. Angeblich war es mit Depp sogar abgesprochen, so will es das "People Magazine" erfahren haben, die offizielle Trennung kurz vor ihrer Abreise nach Europa bekanntzugeben.

Der Anfang vom Ende begann wohl mit dem Umzug von Frankreich nach Los Angeles. Depp hatte im vergangenen und in diesem Jahr so viele Filmprojekte auf dem Zettel, da hatte es sich einfach angeboten, "zumindest für ein Jahr ganz zurück in die Staaten zu ziehen", so Depp im US-TV. Aber die Eltern von Lily-Rose, 13, und Jack, 9, verloren sich kurz nach dem Umzug in Depps alte Heimat immer mehr aus den Augen. Papa Depp hing plötzlich wieder auf Konzerten herum, machte viel Party mit alten Freunden, verfiel in seinen uralten Lebensrhythmus. In jüngster Zeit kochten dann sogar Gerüchte hoch, Depp hätte diverse Affären gehabt. Seine Kollegin Amber Heard und Ashley Olsen tauchten als unbestätigte Liebhaberinnen auf. Mit Heard soll er sogar still und heimlich zu einem kurzen Liebesurlaub nach Las Vegas ausgebüxt sein.

Kein Rosenkrieg erwartet

Depp und Paradis lernten sich 1998 in Paris kennen. Im Costes Hotel sah Depp die Sängerin zum ersten Mal und "verliebte sich sofort", wie er später in Interviews gerne zugab. Die Affinität zu Frankreich ist Depp bis heute erhalten geblieben. Lange Zeit lebte er mit seiner Familie in Plan-de-la-Tour in Südfrankreich. Über sein Leben in Europa schwärmte er noch vor Kurzem: "Frankreich hat mir alles gegeben, wonach ich immer gesucht habe. Eine wunderbare Familie und ein Equilibrium, das ich lange Zeit enorm vermisst habe."

Nun also ist dieses Equilibrium erst einmal futsch. Depp wird wohl aller Voraussicht nach in Los Angeles bleiben. Der bekannteste Filmstar der Gegenwart muss ohnehin noch letzte Szenen für seinen neuen Film "The Lone Ranger" abdrehen, und dann darf er sich ein fünftes Mal auf den Part des Captain Jack Sparrow vorbereiten. Eine Rolle, die er, so sagt Depp selbst, "gerne für den Rest meines Lebens spielen würde".

Zu einem schmutzigen Scheidungskrieg wird es zwischen Paradis und Depp wohl nicht kommen. Das Paar blieb über die Jahre unverheiratet, obwohl das nach kalifornischem Recht keine große Rolle spielt. Auch in einer "eheähnlichen Beziehung" müssen die Güter, die während der Partnerschaft angehäuft wurden, gütlich getrennt werden. Und im Falle von Depp waren die letzten 14 Jahre wohl die lukrativsten in seiner Karriere. Sein Vermögen allein wird dieser Tage auf rund 250 Millionen Dollar geschätzt. Davon dürfte Vanessa Paradis jetzt wohl die Hälfte abbekommen. Ein Knackpunkt dieser Trennung dürfte aber sehr wohl das Sorgerecht für die beiden gemeinsamen Kinder sein. Paradis hat durchblicken lassen, eventuell ganz nach Frankreich zurückkehren zu wollen. Depp hingegen will in Los Angeles bleiben. Da scheint sich etwas zusammenzubrauen.

 
 
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