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11. März 2009, 22:23 Uhr

Deutschland wird Top-Einwanderungsland

Deutschland im Jahr 2050: Statt 82 Millionen Menschen leben nur noch 71 Millionen Menschen hier. Und die sind im Schnitt deutlich älter als jetzt. Jährlich werden dann 110.000 Immigranten hierherkommen - und das Land zu einem der beliebtesten Einwanderungsländer der Welt machen.

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Drei Kinder sind überdurchschnittlich viele für eine deutsche Familie - zurzeit bekommt jede Frau im Schnitt nicht einmal zwei© Ingo Wagner/DPA

Die Welt wächst, Deutschland schrumpft. Zumindest, was die Bevölkerungszahl betrifft. Die UN hat nun ihre neuesten Prognosen zur Entwicklung der Erdbevölkerung herausgegeben. Danach werden in Deutschland im Jahr 2050 nur noch 71 Millionen Menschen leben. Aktuell sind es 82 Millionen. Doch der Rückgang könnte deutlich stärker ausfallen, wenn nicht jährlich 110.000 Einwanderer kommen würden. Treffen die Vorhersagen der Vereinten Nationen ein, dann würde Deutschland Platz sechs der Top-Einwanderungsländer weltweit belegen - hinter Staaten wie den USA (1,1 Millionen), Großbritannien (178.000) und Italien (157.000).

Allerdings musste die UN ihre Zahlen bereits nach unten korrigieren: Beim letzten Weltbevölkerungsbericht 2006 gingen die Statistiker noch von einem Migrantenplus in Höhe von 140.000 aus. Das solche Zahlen nur als Anhaltspunkt dienen können, liegt in der Natur von Prognosen. Anfang der 1990er etwa, wurde die Zahl der Zuwanderer noch deutlich höher taxiert - doch die damalige Bundesregierung verschärfte das bis dahin geltende Asylrecht derart, dass die Zahl der Einwanderer drastisch zurückging.

Dass es immer mehr Menschen in die Industrieländer zieht, hat auch damit zu tun, dass die Bevölkerung vor allem in den schlecht entwickelten Ländern stark zunehmen wird - und damit auch die Probleme mit Arbeit und Nahrungsversorgung zunehmen werden. Laut den UN-Hochrechnungen werden in rund 40 Jahren 2,3 Milliarden mehr Menschen auf der Welt leben als jetzt. Insgesamt also 9,1 Milliarden. Das allerdings auch nur, wenn die Zahl der Geburten, wie angenommen, insgesamt leicht sinken wird. Zurzeit liegt die weltweit durchschnittliche Kinderzahl bei 2,56 Kindern pro Frau. Im Jahr 2050 soll sie auf 2,02 Kindern pro Frau sinken. Sollte diese Zahl aber nur um ein halbes Kind pro Frau höher liegen, würde die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf 10,5 Milliarden Menschen anwachsen.

Die Zunahme der Bevölkerung findet fast ausschließlich in den Entwicklungsländern statt. In den 49 ärmsten Staaten verdoppelt sich die Bevölkerung bis Mitte des Jahrhunderts sogar, und zwar von 800 Millionen auf fast 1,7 Milliarden Menschen. "Der Kampf gegen die Armut wird dadurch erheblich erschwert", sagte der Vize-Direktor der UN-Bevölkerungsabteilung, Thomas Büttner. In den Industriestaaten hingegen bleibt die Bevölkerungsgröße der Prognose zufolge relativ stabil. Hier kommen bis 2050 lediglich rund 50 Millionen Menschen hinzu, die Bevölkerung dieser Ländergruppe umfasst dann 1,28 Milliarden Menschen.

Ein weiterer Trend, der aus den neuen UN-Zahlen hervorgeht, ist die deutliche Alterung der Weltbevölkerung in den kommenden vier Jahrzehnten. "Weltweit wird sich die Anzahl von Personen im Alter von über 60 Jahren bis 2050 fast verdreifachen: von 739 Millionen auf zwei Milliarden Menschen", heißt es. In den Industrieländern steige der Anteil der über 60-Jährigen so schnell wie nie zuvor. Im Jahr 2050 wird voraussichtlich ein Drittel der Bevölkerung in diesen Ländern älter als 60 Jahre sein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung fordert angesichts der Entwicklung deutlich mehr Geld für Programme zur Familienplanung in armen Ländern. Zudem seien in einigen Staaten Kondome und Pillen noch immer nicht verfügbar, sagte Geschäftsführerin Renate Bähr.

nik/DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 19)
 
ganzbaf (12.03.2009, 17:26 Uhr)
Doch...

die Merkel ist so eine Einwanderin )-:
Außerdem sind nur die deutschen Konzerne und Reichen doof (-;
ossi48 (12.03.2009, 17:04 Uhr)
Wo kommt dann blos
die ganze Sozialhilfe her ?
SethusCalvisius (12.03.2009, 17:03 Uhr)
Schon eine Menge Unsinn,
der zu dem Thema hier geschrieben wird.
1. Die Jammerei über das "schreckliche" Deutschland ist ja nur peinlich. In Österreich und Spanien ist alles besser? Selten so gelacht!
2. Ein Bevölkerungsrückgang allein wäre kein Problem. Aber es sind ja die jungen Leute, die fehlen, während die Zahl der Rentner immer mehr zunimmt. Wie eine Gesellschaft das bewältigen soll, würde mich mal interessieren.
4. Ein Bevölkerungsrückgang in Europa als Ausgleich für das Wachstum in anderen Kontinenten macht ja nur Sinn, wenn die Afrikaner etc dann nach Europa kommen. Ist es wirklich das, was Sie wollen? (pm22) Auf der anderen Seite jammern Sie über die Parallelgesellschaft.
4. Dass die Deutschen zuwenig Kinder bekommen, ist alleine Problem der Deutschen. Dafür kann man niemand anderes verantwortlich machen.
5. Dass die Deutschen hier nichts mehr zu sagen haben (vegefranz), ist Blödsinn. Ich könnte spontan keinen Einwanderer nennen, der in unserem Land an irgendeiner Machtposition sitzt.
mupfeline (12.03.2009, 15:29 Uhr)
Das war wohl nix
Die jungen gut ausgebildeten Menschen die ich kenne die gehen alle. Sie gehen nach Österreich, nach Australien, nach Spanien usw. Und was kommt? Schulterzucken, das sehe ich wenn ich einen Bummel in der nächst größeren Stadt mache. Sogar die Tschechen und Polen machen ja inzwischen keinen Stopp mehr in D, sie gehen nach England, Frankreich und nach Skandinavien. Und unsere Industrie denkt sie bekommt gut ausgebildete Facharbeiter und Spzialisten zum Nulltarif oder für kleines Geld? Na wenn sich die Herrschaften da mal nicht irren ...
pm22 (12.03.2009, 14:32 Uhr)
30 Millionen in Deutschland wären gut!
Die Welt, auch Nordamerika und
Europa brauchen einen möglichst
hohen Bevölkerungsrückgang um
die Zukunft unserer Erde zu
sichern. Leider traut sich das
kein Politiker anzusprechen,
es könnten ja Wachstumsspirale,
Rente oder Machpositionen gefährdet sein. Wir holen uns so lange die falschen Leute ins Land bis die eigenen Leute sagen: "In diese Gesellschaft setze ich keine Kinder mehr", wir überlassen unserer
Jugend eine überschuldete Paralellgesellschaft mit viel
Konfliktpotential und wenig
Perspektive.
vegefranz (12.03.2009, 10:57 Uhr)
gegen Gastarbeiter ist nichts zu sagen
allerdings hat zur Zeit der "Gastgeber" nichts mehr zu sagen
sportartmakler (12.03.2009, 10:18 Uhr)
der sinn solcher prognosen erschließt
sich mir nicht, außer als abm für ansonsten arbeitslose "wissenschaftler". ernsthaft, man müßte hunderte faktoren mit einbeziehen, die gewissheit dass sich an diesen nichts ändert? und selbst dann reichen kleinste abweichungen um alles nichtig zu machen. ABSOLUTER BULLSHIT. da sind ja guellners pfürze seriöser.
Garnet (12.03.2009, 10:05 Uhr)
Das ist wohl ein Witz!
Fuer die ganze Welt? Das ist ja nun eie Lachnummer! Wo faengt denn diese Welt an und wo hoert sie auf? In den anatolischen Bergen und Taelern und im Sande Nordafrikas? Welche Person mit top Ausbildung moechte sich denn einem Leben in Deutschland aussetzen? Nicht mal Inder waren bereit zu kommen. Gute Leute gehen dorthin wo es die richtigen Chancen und ein gutes Leben gibt. Neuseeland, Australien und die USA. Deutschland ein Einwanderungsland? Ja klar, dann faengt mal an die Autobahnraststaetten in Karawansereien umzuruesten. Schon mit Dattelpalmen und Kameltraenke. Ihr seid doch bescheuert.
ganzbaf (12.03.2009, 09:33 Uhr)
Zur Zeit ist es ja noch "Top-Auswanderungsland"

Geschätzt bis zu 200.000 pro Jahr verlassen das glorreiche Deutschland.
susiwolf (12.03.2009, 07:43 Uhr)
hohes Ansehen ...
Ein Volk von ca. 80.000.000 ...
ein grandioses Volk. Pünktlich, fleißig, sauber, gebildet, verläßlich, humorvoll ... ohne wenn und aber.
Mit hohem Ansehen im Ausland.
Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein ... und meine Auslandsreisen haben dieses bisher unterlegt.
Auch die Tatsache, daß ich seit 15 Jahren im Ausland wohne, und mein Land regelmäßig für einige Monate besuche, ändert nichts an meiner Aussage.
Und wenn Einwandererzahlen wegen der Verschärfung des Asylrechts drastisch zurückgegangen sind; ich habe nichts dagegen. Wohl werden die Zahlen der Bevölkerungsabteilung der UN noch weiter zurückgehen; na und ... ? Qualität vor Quantität - in allen Lebensbereichen ... auch zukünftig möchte ich stolz sein.
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