6. Januar 2013, 12:18 Uhr

Rund 25.000 Menschen müssen Häuser verlassen

Zwei Stadtteile in Hannover sind wegen Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg komplett geräumt worden. Die 25.000 Menschen dürfen wahrscheinlich am Nachmittag in ihre Häuser zurückkehren.

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Rund 170 Bewohner aus den Alten- und Pflegeheimen sind mit Krankenwagen vorübergehend in ein Schulzentrum gebracht worden©

Wegen einer Bombenentschärfung haben in Hannover rund 25.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Die Räumung von zwei Stadtteilen begann am Sonntagvormittag, wie die Feuerwehr in Hannover mitteilte. Betroffen waren demnach auch zwei Alten- und Pflegeheime. Rund 1000 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Rund 500 davon kontrollierten, ob tatsächlich alle Bewohner ihre Wohnungen verlassen haben.

Experten vermuteten in den Stadtteilen Vahrenheide und Sahlkamp Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Bomben sollten nach Abschluss der Räumungen von Spezialisten entschärft werden. Die Bewohner sollten voraussichtlich erst am späten Nachmittag wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Für die Betroffenen wurde laut Feuerwehr eine Sammelstelle in einer Schule eingerichtet. Rund 170 Bewohner aus den Alten- und Pflegeheimen sollten mit Krankenwagen vorübergehend in ein Schulzentrum gebracht werden. Busse und Stadtbahnen werden während der Entschärfung einer noch unbekannten Zahl von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg umgeleitet.

Auch mehr als 67 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Deutschland nach wie vor regelmäßig Blindgänger gefunden. Häufig können sie vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden. Immer wieder müssen sie aber auch gesprengt werden, da eine Entschärfung zu gefährlich wäre. In München führte im August vergangenen Jahres solch eine Sprengung einer Fliegerbombe zu erheblichen Schäden im Stadtteil Schwabing. Zuletzt hatte im September die gezielte Sprengung eines Blindgängers in Viersen am Niederrhein Schäden verursacht.

ger/AFP/DPA
 
 
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