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"Knöllchen-Horst" zeigte im Jahr 2015 mehr als 5000 Verkehrssünder an

Ihn will man nicht als Nachbarn haben: Mehr als 50.000 Verkehrssünder hat ein Frührentner aus dem Harz seit 2006 angeschwärzt, 5000 davon allein im letzten Jahr. Einen Anwalt hatte der Mann besonders auf dem Kieker.

Der als "Knöllchen-Horst" bekannt gewordene Horst-Werner N. im Amsgericht Herzberg am Harz

Der als "Knöllchen-Horst" bekannt gewordene Frührentner, hier bei einem Gerichtstermin im Jahr 2010, war auch im vergangenen Jahr äußerst emsig 

Der als "Knöllchen-Horst" bekannte Frührentner aus dem Harz hat 2015 mehr als 5000 angebliche Verkehrssünder angezeigt. Alleine einen Rechtsanwalt habe der selbst ernannte Ordnungshüter rund 50 Mal eines Verkehrsvergehens bezichtigt, sagte der amtierende Landrat Gero Geißlreiter im niedersächsischen Osterode am Montag. Insgesamt soll der Frührentner damit seit 2006 mehr als 50.000 Autofahrer angezeigt haben.

Die "Bild"-Zeitung berichtete, "Knöllchen-Horst" habe 2015 nicht nur Falschparker angeschwärzt, sondern auch die Halter von Fahrzeugen mit defekter, verschmutzter oder falsch eingestellter Bremsbeleuchtung sowie verschmutzen Kennzeichen.

Nur 30 der rund 5000 Anzeigen bearbeitet

Im gesamten Jahr 2015 seien allerdings nur etwa 30 der Anzeigen bearbeitet worden, sagte Geißlreiter. Denn die meisten Anzeigen von "Knöllchen-Horst" seien bei der Behörde per Fax und ohne Beweisfotos eingegangen. "Derartige Anzeigen werden nicht bearbeitet."


mod/DPA
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