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Christmas, Blade, Kedyra: So schräg sind die Vornamen des Jahres

Sophie und Maximilian dürften wieder Spitzenreiter sein: Sprachforscher geben erste Einblicke in die beliebtesten Vornamen 2016 - und die ungewöhnlichsten.

Sophie und Marie, Maximilian und Alexander: Das dürften auch für 2016 die beliebtesten Vornamen in Deutschland sein

Sophie und Marie, Maximilian und Alexander: Das dürften auch für 2016 die beliebtesten Vornamen in Deutschland sein (Symbolbild)

Deutsche Eltern sind ihrem Geschmack bei den beliebtesten für ihr Baby 2016 wohl weitgehend treu geblieben. Wie in den Vorjahren dürften Sophie und Marie sowie Maximilian und Alexander wieder auf den Spitzenplätzen landen, sagte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden anhand von Stichproben bei fünf großen Standesämtern voraus.

Auch der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld veröffentlichte ein Namens-Ranking: Bei ihm bleiben Mia und Ben an der Spitze. Bis auf eine Ausnahme im Jahr 2014, als Emma bei den Mädchen dazwischenfunkte, gehen demnach Mia und Ben seit 2011 Hand in Hand.

Auch ungewöhnliche Vornamen bestätigt

Laut GfdS gibt es aber auch Überraschungen: Bei den Jungen könnte womöglich Elias weit vorne landen, der Mädchenname Mila ist als Neueinsteiger ein heißer Kandidat für die aktuelle Top-Ten-Liste. In den Top Ten von Namensforscher rangieren Mila auf dem siebten und Elias auf dem vierten Platz.

Haben Eltern den Wunsch nach einem ungewöhnlichen Vornamen, dann erstellen die GfdS-Berater regelmäßig Gutachten als Entscheidungshilfe für die Standesämter. Grünes Licht wurde 2016 unter anderem gegeben für Christmas, Blade, Kedyra, Miracle und Lunis. Keine Zustimmung fanden dagegen etwa Holunda, Ulme, Pims, Univers oder Westend.

Experten raten von allzu exotischen Vornamen ab

Sie rate Eltern von allzu exotischen Vornamen ab, sagte Ewels. "Kinder wollen nicht auffallen." Mit einem zweiten Vornamen könnte dem Sohn oder der Tochter die Möglichkeit gegeben werden, später eine eigene Wahl zu treffen. 

Ob sich die Prognose der GfdS-Sprachforscher bestätigt, steht im Frühjahr 2017 fest. Bis dahin sollen die Daten zahlreicher deutschen Standesämter für das Gesamtjahr 2016 ausgewertet sein. Nach eigenen Angaben erfasst die GfdS damit etwa 90 Prozent aller beurkundeter Vornamen. Eine offizielle Vornamenstatistik gibt es nicht in Deutschland, allerdings arbeitet das Statistische Bundesamt in dieser Frage seit mehreren Jahren mit der GfdS zusammen. Hobby-Forscher Bielefeld erfasst nach eigenen Angaben die Vornamen von etwa 26 Prozent aller in Deutschland geborenen Babys. 

kis/DPA
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