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11. September 2009, 21:47 Uhr

Polizei kontert Angriff mit Warnschüssen

In Hamburg startet das Wochenende mit der befürchteten Randale: Bei einer Gegendemo zu einem NDP-Aufmarsch fielen zwei Schüsse, Steine flogen, Barrikaden brannten. Die Hamburger kennen solche Szenen - am Samstag dürfte es mehr davon geben.

NPD, Hamburg, Schanzenfest,

Krawall in Hamburg: Szenen aus dem Stadtteil St. Georg, in dem rechts und links aufeinander prallten© Bodo Marks/DPA

Nach zunächst friedlichen Protesten gegen einen Aufmarsch der rechtsextremistischen NPD ist es am Freitag in Hamburg zu Ausschreitungen gekommen. Linke Gegendemonstranten griffen Polizisten mit Steinen an und errichteten eine brennende Barrikade auf einer Hauptstraße in der Nähe des Versammlungsorts der Rechten im Stadtteil St. Georg. Ein Beamter gab nach Angaben eines Polizeisprechers einen Warnschuss aus seiner Dienstwaffe ab, als eine Gruppe seinen Streifenwagen angriff. Daraufhin seien die Angreifer geflüchtet, sagte der Sprecher. Später hieß es dann, ein Kollege aus dem selben Streifenwagen hätte ebenfalls einen Warnschuss abgegeben. Es gab mindestens sechs verletzte Polizisten und Festnahmen in zweistelliger Zahl.

Bis dahin war der Aufmarsch weitgehend friedlich. Unter dem Motto "Gesicht zeigen" versammelten sich nach Polizeiangaben rund 2700 Menschen zu zu einem Protestzug vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt. Daneben demonstrierten 500 teils allerdings gewaltbereite Gegendemonstranten nahe des Kundgebungsorts der Rechten vor den massiven Polizeisperren.

Am Samstag droht Links-Randale

Vorübergehend kam es dabei zu kleineren Konfrontationen zwischen linken Gegendemonstranten und der Polizei, als Beamte nach einem Böllerwurf vorsorglich eine nahe Straßenbrücke räumen ließen. Zudem wurden drei Teilnehmer der NPD-Demo bedrängt, als sie zu Fuß zu der Versammlung wollten. Der Polizeisprecher sprach von "einigen kleineren Einsätzen". Die Lage sei aber "absolut unter Kontrolle". Bisher sei ein Mensch festgenommen worden. Etwa 1400 Beamte aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz.

Auf Seiten der Neonazis zählte die Polizei rund 90 Teilnehmer, die weitgehend unbemerkt von den Gegendemonstranten mit der Bahn zu der Kundgebung anreisten. Aus Sicherheitsgründen lenkte die Polizei die kleine Gruppe auf einen abgelegenen Parkplatz neben dem Bahnhof. Mit der Versammlung wollte die NPD gegen das für Samstag geplante alternative "Schanzenfest" im Hamburger Schanzenviertel demonstrieren. Dies wurde in der Vergangenheit von Autonomen zur Randale genutzt und eskalierte regelmäßig in großen Polizeieinsätzen mit Wasserwerfern. Einige Gastronomen schließen am Samstag vorsorglich ihre Bars und Restaurants in dem Viertel. Der Tag könnte in Hamburg weit mehr Schäden mit sich bringen als die Aktionen am Freitag. Bereits am 1. Mai war es im Schanzenviertel zu Ausschreitungen gekommen.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 28)
 
Nemesis666 (14.09.2009, 09:11 Uhr)
Gegen diesen Abschaum
helfen nur Räumfahrzeuge.
Wer fremds Eigentum beschädigt, Autos anzündet, Schaufenster einschmeißt, Molotow Coctails wirft hat in unserer Gesellschaft nichts zu suchen.
Aber unsere 'Gutmenschen' versuchen es seit Jahren mit ihrer sogenannten 'Deeskalation' und sind damit jedes Mal kläglich gescheitert.
moepsfred (13.09.2009, 21:51 Uhr)
Wer schmeißt eigentlich die Steine
Klar ist doch aber auch, dass die Steine zum größten Teil von Krawalltouristen geschmissen werden. Die ziehn sich schwarz an und wolln was erleben. Vergleichbar mit Hooligans, nur die ziehen sich bunter an... Neuerdings kann man sich ja auch nicht mehr sicher sein ob der Typ in schwarz da n rechter oder n linker ist.. einen tut sie aber die jagd nach dem adrenalinflash. Dumpfe gibt es eben auch auf links. Ich würds begrüßen wenn sich die dumpfen ohne zeugen auf nem feld treffen würden, meinetwegen schön regelmäßig sonntag morgen um 8, vorrausgesetzt sie sind dann schon wach. da störts keinen und in den notaufnahmen der krankenhäuser ist so wenig los das sie schnell versorgt werden können. Die "Demo" in der stadt sollte friedlich bleiben. und jedem steineschmeißer sollte klar sein das er die akzeptanz seiner meinung in der öffentlichkeit mit fliegenden steinen nicht gerade stärkt.
reden hilft, so formulierte es immer eine Lehrerin von mir..
Wer wirft kann also entweder nicht sprechen oder weiß nicht was er sagen soll. Also Wurfarm in die Tasche und Hirn an
Lain (13.09.2009, 12:23 Uhr)
So kann es doch nicht weiter gehen...
diese linken spinner regen mich langsam richtig auf. es kann doch nicht sein das es jedes mal krawall gibt sobald die irgendwo auftauchen. sogar die nazis schaffen es sich von einem fleck zum anderen zu bewegen ohne unterwegs autos anzuzünden, warum kriegen das die linken nicht auf die reihe? langsam sollte die polizei mal ihre strategie überdenken und aufhören diese deppen "nur" mit wasserwerfern zu vertreiben. gummigeschosse, reizgas und jeder der erwischt wird kommt wegen versuchtem mord (wenn man jemandem einen stein an den kopf wirft kann dieser wurf durchaus tödlich sein) vor den richter und für 15 jahre in den bau....dann wäre endlich mal ruhe....
Miguelo (13.09.2009, 11:12 Uhr)
Wie oft denn noch?
Sperrt die Chaoten (egal ob Linke oder Rechte) endlich mal länger in den Bau oder lasst Sie Parks Reinigen etc. Die lachen sich doch jedesmal tot, wenn die Personalien aufgenommen, und sie wieder freigelassen werden. Diese Nichtsnutze kosten den Staar nur Geld. Es wird wohl wirklich erst was passieren, wenn diese Idioten mit Schusswaffen bei Demos auftauchen. Dann wird es zu spät sein. Was für ein dummes Pack.
Greilo (13.09.2009, 00:39 Uhr)
@Styrbjoern - Wehren Sie sich!
Es freut mich sehr, daß Sie ein lieber Hamburger sind.Ich bin eher ein lieber Allgäuer, somit vertreten wir Norden und Süden unserer Republik. Wenn Sie der Meinung sind, daß mein Bierzeltvergleich hinkt (sogar gewaltig), so zeigt das lediglich, daß Sie von Bierzelten soviel verstehen, wie ich von Schanzenfesten, nämlich wenig bis gar nichts. Ich beziehe meine Informationen über die Medien, ich vermute, Ihre Informationen bezüglich Bierzelten stammen aus ähnlichen Quellen. Versuchen wir einen passenderen Vergleich, nehmen wir also ein Dorffest aus dem Dorf in dem ich lebe. Nun stellen wir uns also einmal vor, nachdem wir unser absolut friedliches Dorffest nachts um 2 Uhr aufgeräumt haben (ja, Sie haben richtig gelesen - Allgäuer feiern länger als Hamburger) fallen plötzlich wilde Horden von Rechtsextremisten in unser Dorf ein und schlagen alles kurz und klein. Und das passiert Jahr für Jahr und ist jedesmal groß in den Medien. Was würden Sie dann wohl für Schlüsse ziehen bezüglich unseres kleinen Dorfes? Möglicherweise, daß wir alle Nazis wären und dieses Dorffest verboten gehört???
Aber glauben Sie, wir würden uns das bieten lassen? Ganz bestimmt nicht! Sollten jemals irgendwelche Randalierer (egal welcher Ideologie) auf die saudumme Idee kommen, in unserem Dorf Randale zu veranstalten, so würden wir uns einfach wehren. Wir würden denen einfach die Fresse polieren (gute alte bayerische Tradition) und sie mit blutigen Nasen aus dem Dorf werfen. Das ist sicherlich einer der Gründe, weshalb so etwas bei uns nicht passiert.
Also hier mein Rat: WEHREN SIE SICH! Und wenn schon nicht mit Gewalt (Linke sind ja manchmal sehr sanfte Pflänzchen), dann doch zumindest verbal mit anderen Aktionen, mit denen die Hamburger, bzw. die Schanzenbewohner sich von den Chaoten auf's Schärfste distanzieren. Verschaffen Sie sich Gehör!
Aber um ehrlich zu sein glaube ich, daß bei vielen Linken halt doch immer ein klein wenig Schadenfreude aufkommt, wenn die Bullen mal so richtig was auf's Maul kriegen, oder?
Styrbjoern (12.09.2009, 18:28 Uhr)
@Greilo - Abgrenzung fehlt
Zum einen: ich bin ein lieber, zum zweiten Hamburger, also ein lieber Hamburger. Insofern traue ich mir schon zu, Hamburger Verhältnisse zu beurteilen. Ich finde allerdings, Ihr Vergleich Schanze mit Bierzelt hinkt und zwar gewaltig. Das Schanzenviertel ist ein altes Wohnquartier, das da auf Dauer steht, kein bei Bedarf hinzustellendes Bierzelt. Wenn es in einem Bierzelt jedesmal Randale gibt, bekommt der Betreiber halt keine Erlaubnis zum Aufstellen und Betreiben mehr und gut ist. Die Schanze hingegen ist ein bisher auch für schmalere Geldbeutel (Studenten usw.) erschwingliches Wohnquartier, das aber jetzt von den Luxusmodernisierern entdeckt wurde. Daraus resultiert ein Verdrängungsprozeß, der bei den Betroffenen naturgemäß auf wenig Gegenliebe stößt. Das birgt dann schon eine gewisse Explosionskraft in sich, wobei die normalen Schanzenbewohner sich auf wesentlich demokratischere Art und Weise zu wehren versuchen. Die Randalinskis reisen zum Teil von weit her an, nur um sich dort zu produzieren. Zu leiden haben die normalen Bewohner der Schanze darunter. Klar ist auch, dass in der Schanze eher Linke und Alternative eine Heimat gefunden haben neben den oft schon sehr lange dort wohnenden Alteinwohnern. Aber Sie werden mir zustimmen, die eigene Heimat wird niemand mit höchst destruktiven Mitteln umgestalten wollen, sondern eher verträglich für die dort wohnenden. Daher bleibe ich dabei, die dort krawallisierenden Personen halte ich für unpolitische Radaubrüder, die nicht am Viertel interessiert sind, sondern an der Auseinandersetzung mit der Polizei und der Zerstörung des Eigentums Dritter. In der Tat bedauerlich sind die Äußerungen einzelner Anwohner bzgl. der Polizeipräsenz. Aber wie ist das mit den heutigen Medien? Was ihnen nicht in das Bild passt, das sie wollen, wird auch nicht gesendet/gedruckt und dadurch das Bild verfälscht.
zappuser (12.09.2009, 17:57 Uhr)
Ganz kurz,
von links kam die Gewalt, nicht von rechts.
deholgi (12.09.2009, 17:32 Uhr)
Ablenkung
Das ist mal wieder eine wunderschöne Ablenkung vor den wirklichen Problemen. Das Merkel muss keinen Wahlkampf machen, das machen schon die Medien für sie. An vorderster Front der Stern.
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Wieso kann man z.B. keine Kommentare zu Artikeln abgeben, die zur Zeit Politik betreffen, vor allem unser Merkel.
Ich denke da ist von Seiten der Medien Prinzip dahinter. Die wollen eine CDU/FDP Regierung.
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Aber glaubt mir, dann geht es ab in D-Land. 10MIO Arbeitslose oder auch mehr.
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Und die Leute, die dagegen auf die Strasse gehen, werden als Chaoten oder Nichtdemokraten bezeichnet. Seit froh, dass es noch Menschen gibt, die sich Gedanken machen und diese auch in der Öffentlichkeit äussern. Es dauert nicht mehr lange, dann habt Ihr alle einen Chip im Arm und werdet total überwacht. Dann will ich mal Euer Geheule hören. Mit dem Fingerprint im Ausweis haben wir ja schon den Anfang. Aber nur zu unserer Sicherheit.
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Hier noch ein Link für Alle die an 9/11 glauben.
-http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/09/911-die-hauptargumente-gegen-die.html
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Und bitte, lasst Euch nicht verarschen, die Welt ist anders in der Realität als Euch vorgemerkelt wird.
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Holgi
Watschdog39 (12.09.2009, 16:54 Uhr)
@flyingfree
dein Beitrag kam als ich schrieb.
Er ist das beste Beispiel für mein These. Du bezeichnest andere als "braune Brut", dich als "Linken". Rechte würden dich als "rote Socke " bezeichnen, aber nicht gegen dich demonstrieren. (jedenfalls habe ich noch nie von einer Gegendemo gegen links gehört) Es gibt im Prinzip keine Gewalt bei rechten Demo´s. Auß von Leuten, die mit Euch marschieren und zu EUCH gehören. Wie die sich nennen ist unerheblich; sie sind links.
Und wenn due es vorziehst auf Demo´s zu gehen wo diese Leute nicht anwesend sind dann macht eine Gegen-Demo einen Tag oder zwei später; hierdurch nehmt ihr diesen Leuten den Grund zur Teilnahme.
Ansonsten ist deine Aussage nur Heuchelei.
Watschdog39 (12.09.2009, 16:42 Uhr)
All die schönen Reden hier
nutzen gar nichts!!!!
An die Gewaltlosigkeit der Gegendemonstranten glaube ich erst, wenn diese sich zwischen die Polizei und der gegnerischen Demo stellen wenn Leute aus ihren Reihen gewalttätig werden.
Hier wird argumentiert wie von einigen moslemischen Bekannten, wenn es um den 11.9. in NY geht.
Da heißt es auch: "Sicher war es nicht richtig diese Flugzeuge in die Tower zu steuern und so viele Menschen zu töten; aber.................."
In beiden Fällen gibt es kein ABER, entweder bin ich gegen Gewalt oder dafür.
Und dieses dumme Gelaber von "Kurras" usw. ist doch wohl das allerletzte.
Unsere Polizei ist ganz sicher nicht der Prügelknabe der Minderheiten. Man sollte die Beamten mit Riotgun´s , geladen mit Sandsäckchen , ausrüsten und bei jedem Widerspruch das Feuer frei geben anstatt sie zu demütigen und "deeskalieren" zu lassen. Wasserwerfer mit CS-Gas stehen in den Depot´s und verrotten, auf der Strasse regiert der Mob. Und hier gibt es doch wirklich Leute, die das noch verteidigen; klar, im internet ist man ja anonym, da kann man leicht ein Held sein.
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