„Heated Rivalry“ heißt die Serie um zwei schwule Eishockeystars, die einen internationalen Streaming-Hype ausgelöst hat. Es wäre aber auch die passende Überschrift für das Eishockey-Duell der New Yorker Polizei und der New Yorker Feuerwehr. Das jährliche Benefizspiel zwischen den rivalisierenden Mannschaften endete am Sonntag mit einer gewaltigen Schlägerei.
Fotos und Videos von dem Charity Event vor Tausenden Zuschauern in der UBS-Arena, in der sonst das NHL-Team der New York Islanders spielt, zeigen wilde Szenen. Bereits während des Spiels flogen zwischen Ordnungshütern und Feuerwehrleuten auf dem Eis die Fäuste. Nach der Schlusssirene stürmten auch die Spieler von den Auswechselbänken aufs Spielfeld, um sich an einer Massenkeilerei zu beteiligen.
Feuerwehr und Polizei leben Rivalität seit Jahrzehnten
Sportlich behielten die Polizisten mit 3:2 die Oberhand. Es war der erste Sieg des NYPD über die Feuerwehr seit zehn Jahren, berichtet die „New York Post“. Das Spiel zwischen den beiden Eishockeymannschaften fand bereits zum 52. Mal statt. Und auch handfeste Auseinandersetzungen haben bei dem Prestigeduell eine lange Tradition.
So kam es etwa zuletzt beim Jubiläumsaufeinandertreffen 2024 zu einer heftigen Keilerei zwischen mehreren Spielern beider Mannschaften. 2014 musste das Spiel nach einer Massenschlägerei, an der sich nahezu sämtliche Spieler beteiligten, gar für 25 Minuten unterbrochen werden. So lange dauerte es, bis alle Handschuhe, Helme und Schläger wieder aufgesammelt waren und die Schiedsrichter über das Strafmaß für die Beteiligten entschieden hatten.
Die Schlägereien werden offenbar von allen Beteiligten als Teil der Rivalität akzeptiert. „Wir stehen füreinander ein, wir passen aufeinander auf“, erklärte Stephen Kelly, Stürmer der Feuerwehr, der New York Post. „Es ist genau wie mit der Familie zu Hause. Man verteidigt sie … egal, ob man bei der Arbeit ist oder auf dem Eishockeyfeld. Das ist die Brüderlichkeit bei der Feuerwehr.“
Das Fazit der „New York Post“ zum diesjährigen Spiel lautete übrigens: Obwohl die Fäuste zwischen den Spielern schon früh im ersten Drittel sowie erneut nach Spielschluss flogen, „verlief die Partie insgesamt fair und ruhiger als manche Spiele in den vergangenen Jahren“.